Schmerzfrei ist Pius Dorn zwar noch nicht ganz, wie er gegenüber dem Blick zugibt, sein Zeh sei aber wieder intakt und er könne wieder voll trainieren. Im November brach sich der 29-Jährige seinen Zeh, dürfte aber beim Rückrundenstart gegen den FC Lugano seinen FC Luzern wieder als Captain in der Startformation aufs Feld führen.
Sechs Ligaspiele musste der FCL ohne Dorn bestreiten, nur vier Punkte gab es aus diesen Spielen. Dass es aufgrund seiner Verletzung zur Krise kam, glaubt der Deutsche aber nicht: "Eine solche Behauptung würde ich mir nie anmassen. Es hätte genauso gut auch passieren können, dass wir gleich abgeschnitten hätten, wenn ich auf dem Platz gestanden wäre."
Frick war in der Mannschaft nie ein Thema
Durch gute Leistungen mit Dorn wollen die Leuchtenstädter auch ihrem Trainer Mario Frick wieder den Rücken stärken. Nach der schwachen Phase geriet der Liechtensteiner in die Kritik, Dorn hat dies allerdings gar nicht wirklich wahrgenommen. Er beschäftigt sich kaum mit solchen Dingen, auch aufgrund der "öffentlichen Dynamik", die heutzutage so ist, dass der Trainer schnell im Fokus ist, wenn die Resultate einmal fehlen.
"Wir haben uns auf unsere Arbeit konzentriert und sind näher zusammengerückt. Trainer, Spieler und Sportchef müssen eine Einheit bilden. Nur so kommt man da raus." So sei Frick innerhalb der Mannschaft nie infrage gestellt worden, in den letzten Spielen habe man dann gesehen, dass die Mannschaft lebt und auch für den Trainer alles gibt.
Den Druck nicht wieder aufkommen lassen
Dorn fehlte in den vergangenen Wochen zwar verletzt, war aber trotzdem bei der Mannschaft, auch in Lausanne, als dem FCL endlich wieder ein Sieg gelang. "Erfolge tun immer gut - vor allem nach einer längeren Negativserie. Auf der Heimreise hat man gespürt, dass der Druck abgefallen ist." So habe man während der Feiertage abschalten und Energie tanken können, um jetzt etwas gelöster zu sein.
Zum Rückrundenstart gegen den FC Lugano sollen drei Punkte her, wenn dies aber nicht gelingt, sei man nicht direkt wieder in der Krise, denn "es geht um die Gesamtentwicklung". Es gehe darum, Einsatz zu zeigen und eine gute Leistung abzurufen, dann "kommen die Punkte automatisch".