"Max wurde ja sogar als Verantwortlicher mit der schlechtesten Transferbilanz dargestellt", sagte Uli Hoeneß zuletzt im exklusiven DAZN-Interview und fügte an: "Heute kann man darüber nur schmunzeln." Was Trainer Vincent Kompany angeht, gab Hoeneß zu: "Max hatte ihn ursprünglich eher als vierte oder fünfte Option auf dem Zettel. Wenn man rückblickend darüber nachdenkt, war das schon ein großes Glück."
Anders verhielt es sich aber bei Michael Olise. "Er ist eine Verpflichtung, das muss man ganz klar sagen, die auf Max zurückgeht. Er hat diese Entscheidung im Grunde auf eigene Verantwortung getroffen, weil wir den Spieler zuvor nicht kannten", erklärte der Ehrenpräsident. Nicht der einzige Volltreffer, denn auch Luis Diaz, der vergangenen Sommer kam, schlug voll ein.
Sportvorstand Max Eberl genoss den Moment sichtlich vor dem Rückspiel im Halbfinale gegen Paris St. Germain. "Wir haben diese Dinge entschieden, wir haben diesen Kader gebaut, wir haben diesen Trainer verpflichtet und ich habe immer an diesen Moment geglaubt, dass wir erfolgreich sein können", so Eberl am Mikrofon von DAZN.
Eberl: "Es war nicht ganz so einfach"
Selbst hat er noch einen Vertrag bis 2027 - genau wie Sportdirektor Christoph Freund. Eberl unterstrich, dass er viel Herzblut beim FC Bayern investiert habe, gab aber auch zu: "Es war nicht ganz so einfach, weil natürlich ein paar Charakterköpfe aufeinandergetroffen sind. Aber ich glaube, nur das hilft auch bei so einem großen Verein wie Bayern München, dass man sich reibt, dass man miteinander diskutiert."
Mittlerweile habe man viele gute Dinge auf den Weg gebracht. "Wir fühlen uns sehr, sehr wohl. Ich habe immer gesagt, ich will hier meinen Job machen. Man soll meinen Job bewerten. Wenn sie meinen Job gut finden, dann bin ich auch bereit, hier bei Bayern länger zu bleiben." Allerdings wird sein Wirken nicht nur positiv gesehen. Die Entscheidung über seine Zukunft trifft der Aufsichtsrat und wird sich noch im Mai in einer Sitzung ausführlich zur Personalie Eberl austauschen.