Gegen Fortuna Düsseldorf trat Younes Ebnoutalib am Sonntagnachmittag nur einmal richtig gefährlich in Erscheinung. Bereits in der achten Minute tauchte der 22-jährige Angreifer der SV Elversberg frei vor Florian Kastenmeier auf, scheiterte allerdings am Keeper. Sonst war es, wenn man die bisherige Torausbeute des Stürmers betrachtet, ein für seine Verhältnisse unauffälliger Auftritt.
Ebnoutalib ackerte viel, kam im schwierigen Heimspiel gegen die Fortuna jedoch nicht so oft in Abschlusspositionen wie sonst. Obwohl er sein Trefferkonto nicht weiter aufstocken konnte, ging Elversberg durch ein Tor von Joker Otto Stange als Sieger vom Feld (1:0) und grüßt im Unterhaus weiter von Rang 2.
Einigung mit Frankfurt?
Und obwohl Ebnoutalib nicht selbst knipste, stand er nach der Partie im Mittelpunkt. Bereits in den vergangenen Wochen war der Shootingstar mit größeren Klubs in Verbindung gebracht worden. Laut Sky soll sich der Torjäger nun bereits mit Eintracht Frankfurt einig sein.
"Mir hat das noch niemand mitgeteilt", machte SVE-Sportdirektor Nils-Ole Book am Sonntag am Sky-Mikro jedoch klar, ist sich gleichzeitig über das Interesse an Ebnoutalib gleichwohl bewusst: "Ich weiß, dass sehr, sehr viele Vereine an ihm interessiert sind und dass er einer der absoluten Topspieler dieser Liga ist. Und ich sehe auch, welche Vereine jedes Spiel in unser Stadion kommen und ihn beobachten."
„Was der Spieler spricht, kann ich nicht sagen.“ (SVE-Sportdirektor Nils-Ole Book über Younes Ebnoutalib)
Eine Einigung mit einem Verein gäbe es jedoch nicht. Angesprochen auf das Interesse der Frankfurter sagte Book: "Ich kann nur sicher sagen, dass dieser Verein sich bei mir persönlich noch nicht gemeldet hat. Was der Spieler spricht, kann ich nicht sagen."
Viel Potenzial und eine hohe Schmerzgrenze
Druck, den eigenen Top-Stürmer abzugeben, hat Elversberg natürlich nicht - zumal Ebnoutalib noch einen Vertrag über zweieinhalb Jahre besitzt. "Ich bin mir absolut sicher, dass er in den nächsten Monaten und Jahren noch sehr viel wertvoller wird. Deswegen gibt es für uns keine Not, im Winter den Spieler zu verkaufen."
Gleichzeitig gebe es "auch bei uns als Verein wie bei jedem anderen Zweitligisten und wahrscheinlich den meisten Vereinen auf der Welt eine Schmerzgrenze. Aber die ist sehr, sehr hoch."