Das klingt nach einem echten Traumjob: Am Freitag hat der Fußballverband von Vanuatu (Vanuatu Football Federation, VFF) Lars Hopp aus Deutschland zum Cheftrainer seiner Nationalmannschaft erklärt. Zudem übernimmt Hopp den Klub Vanuatu United FC, ein Gründungsmitglied der im kommenden Jahr neu startenden OFC Professional League, an der acht Mannschaften aus Ozeanien teilnehmen werden.
Der 49-jährige Hopp hat eine Vergangenheit bei einigen aktuellen hiesigen Regionalligisten: Von 2005 bis 2006 war er Co-Trainer beim FC St. Pauli II. Nach zehn Jahren in unterschiedlichen Funktionen beim Fußballverband Estlands wirkte er von 2018 bis 2019 als Direktor der Nachwuchsakademie des FSV Zwickau. Anschließend ging es für ihn weiter zum VfB Lübeck, wo er zunächst als Cheftrainer der U 23, später dann als "Co" der ersten Mannschaft in der Verantwortung stand. Zuletzt arbeitete er als FIFA-Talenttrainer in Usbekistan.
"Spielerentwicklung fördern"
"Mit über 20 Jahren Erfahrung in den Bereichen Trainerwesen und Führung - darunter mehr als 100 internationale Spiele auf Jugend- und Profi-Niveau - bringt er umfassende Expertise in beide Teams ein", schreibt der VFF in einem Statement. "Er wird die Mannschaften anführen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und die Spielerentwicklung auf nationaler und internationaler Ebene zu fördern."
UEFA-Pro-Lizenz-Inhaber Hopp selbst bedankte sich in seinem Statement für den herzlichen Empfang "in Ihrem wunderschönen Land" und hofft, "den Fußball in Vanuatu auf ein höheres Niveau bringen" zu können: "Nach dem, was ich bisher gesehen habe, bin ich überzeugt, dass es großes Potenzial gibt, aber auch viel Arbeit, die vor uns liegt. Dafür brauchen wir die Unterstützung aller Beteiligten, und ein Teil meiner Aufgabe wird es sein, sicherzustellen, dass jeder, der helfen möchte, seinen Beitrag leisten kann."