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El Khannouss steht voller Tatendrang bereit

kicker

An tabellarischen Spielereien will er sich nicht beteiligen, sagt Sebastian Hoeneß. "Denn wir haben es nicht in der eigenen Hand", so der Stuttgarter Cheftrainer zu den rechnerischen Variablen, die es bräuchte, damit sich die Schwaben doch noch direkt und ohne den Umweg Play-off-Spiele für das Achtelfinale in der Europa League qualifizieren könnten.

„Ich habe tatsächlich keine Sekunde einen Tabellenrechner bedient.“ (VfB-Trainer Sebastian Hoeneß)

"Ich habe tatsächlich keine Sekunde einen Tabellenrechner bedient oder andere Paarungen angeschaut", erzählt Hoeneß vor der Partie gegen die Young Boys aus Bern. "Es interessiert mich auch wirklich nicht." Nach dem letzten Spieltag, als der VfB mit 0:2 bei der AS Rom unterlag und sich damit in Abhängigkeit anderer Klubs begab. "Das Einzige, was jetzt in unserer Hand liegt, ist, dass wir versuchen bestmöglich zu spielen. Dann schauen wir, wo wir stehen."

Die Play-offs sind kein Freifahrtschein

Wichtig sei einzig und allein ein Sieg über die Schweizer. Denn wenn man schon nicht unter die besten acht Mannschaften kommt, "ist es trotzdem nützlich, weil wir dann weiter oben stehen und dann zumindest gegen Teams spielen, die etwas weiter unten stehen". Was keinen Freifahrtschein bedeutet. "Das muss nicht immer bedeuten, dass es auch die schwächsten Teams sind. Aber die Wahrscheinlichkeit ist zumindest höher." Um mithilfe der Play-offs unter die besten 16 des Wettbewerbs zu kommen.

Hoeneß überrascht Berns Niederlagenserie

Entsprechend blickt der 43-Jährige auf seine Mannschaft und die benötigte Leistung im abschließenden Gruppenspiel gegen die Young Boys. Einen aktuell schwächelnden Gegner, der zuletzt fünf Pflicht- und zwei Testspiele in Folge verlor, was den Stuttgarter Cheftrainer sehr überrascht. "Ich kann noch nicht genau nachvollziehen, warum es in der Liga nicht gut läuft. In der Europa League sind sie voll dabei. Sie müssten in der Tabelle auch höher stehen." Bern sei alles andere als eine Mannschaft, die man also abschreiben sollte. Kein einfacher Gegner, "auch wenn wir vielleicht vor einem Jahr gegen sie deutlich gewonnen haben". Mit einem ungefährdeten 5:1-Heimerfolg in der Champions League.

Hendriks muss sechs Wochen lang eine Maske tragen

Trotz dessen Nasenbeinbruch kann Hoeneß gegen die Schweizer auch auf seinen besten Zweikämpfer zugreifen. Ramon Hendriks habe, ausgestattet mit einer Gesichtsmaske, "heute Teile des Trainings mitgemacht. Ich denke, dass er morgen zur Verfügung steht", sagt der Coach. "Ich habe nicht gehört, dass er in irgendeiner Form reagiert hätte oder mit der Maske nicht zurechtgekommen wäre. Es sieht ganz positiv aus." Ob er den Niederländer, der den Gesichtsschutz rund sechs Wochen tragen muss, auch wirklich einsetzt, lässt er offen.

El Khannouss bekam Extra-Urlaub

Keine Frage dürfte es dagegen bei Bilal El Khannouss geben. Der Marokkaner, der Anfang des Jahres beim Afrika-Cup aktiv war und in Rom noch gelbgesperrt fehlte, steht jetzt wieder vollumfänglich bereit. Der Frust über das verlorene Finale gegen den Senegal (0:1 n.V.) sollte ebenfalls abgebaut sein. "Es hat ihn richtig getroffen und bewegt, dass sie es so weit geschafft, aber dann den Pokal nicht gewonnen haben", erzählt Hoeneß, der dem Offensivmann ein paar Extra-Tage im Kreis der Familie gönnte, "um nochmal durchzuschnaufen. Jetzt ist er wieder voller Tatendrang". Ob der Mittelfeldspieler das unmöglich Scheinende möglich machen kann? Der Tabellenrechner wird die Frage nach dem Spiel beantworten.