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"Ärgerlicher Abend": Wohlgemuth zwischen Enttäuschung und Zuversicht

kicker

Vor ausverkauftem Haus in der MHP-Arena war der VfB über die gesamten 90 Minuten mindestens ebenbürtig. Eine schwache Phase in Hälfte eins und zwei unnötige Ballverluste verholfen den Portugiesen jedoch zum zwischenzeitlichen 2:0, das die Schwaben nicht mehr umbiegen konnten. Deniz Undavs Anschlusstreffer in der 40. Minute war am Ende zu wenig.

"Ich würde es als ärgerlichen Abend bezeichnen", analysierte Sportvorstand Wohlgemuth nach dem Spiel in der Mixed Zone, machte aber gleichzeitig klar: "Die Mannschaft muss sich als allerletztes vorwerfen lassen, hier nicht alles versucht zu haben, um dem Spiel ein anderes Ergebnis zu geben."

Nach dem Seitenwechsel seien die Schwaben "aus der Kabine gekommen, waren energetischer und haben versucht, das Hausrecht durchzusetzen", so Wohlgemuth. "Wir haben mehr versucht den Ausgleich zu erzielen, als dass der Gegner versucht hat, die Führung auszubauen." In Person von Angelo Stiller kamen die Schwaben noch zum vermeintlichen 2:2, doch der Treffer zählte aufgrund einer Abseitsposition nicht.

"Da dürfen wir uns nicht anstecken lassen"

Porto nutzte Provokationen und Unterbrechungen immer wieder, um Zeit von der Uhr zu nehmen und den Spielfluss zu stören, womit sich der VfB phasenweise durchaus schwertat. "Da dürfen wir uns nicht anstecken lassen, da müssen wir immun gegen sein", so Wohlgemuth, der anfügte: "Das ist ein Lernprozess. Natürlich war es ein großes Maß an Provokation heute. Ich glaube, die Nettospielzeit war dadurch nicht allzu hoch heute, daran müssen wir uns gewöhnen und auch darauf einstellen, wenn wir nächste Woche in Porto spielen."

Porto "unerbittlich und aggressiv"

Am kommenden Donnerstag (21 Uhr, LIVE! bei kicker) muss im Estadio do Dragao dann sicher ein Sieg her, um die Chance aufs Viertelfinale zu wahren. Mit Blick auf das Rückspiel könnte man sich von Porto durchaus "ein bisschen was abgucken. Sie sind unerbittlich, aggressiv, machen immer weiter, stehen immer wieder auf, wenn sie aufstehen müssen."

Das 1:2 sei definitiv "nicht die beste Ausgangslage. Aber wir fahren alles andere als chancenlos nach Porto und werden den Einzug ins Viertelfinale mit allem, was wir in die Waagschale werfen können, möglich machen."