Elvedi, der bei der EM 2024 noch komplett aussen vor war, hat sich durch harte Arbeit und Veränderungen in seinen Gewohnheiten zurück ins Team gekämpft. "Es war kein einfaches Jahr", gesteht der Abwehrspieler gegenüber in einer Pressekonferenz. Nach schwachen Leistungen in der Nations League schien seine Position im Nationalteam zunächst gefährdet.
Doch zum Auftakt der WM-Qualifikation setzte Trainer Yakin wieder voll auf den Gladbach-Profi. Elvedi zahlte das Vertrauen mit überzeugenden Leistungen zurück. "Besser hätte es nicht laufen können. Ich bin persönlich sehr froh, dass ich wieder auf dem Platz stehen konnte und der Trainer mir das Vertrauen geschenkt hat", erklärt er vor den anstehenden Partien.
Um seine Form zu verbessern, arbeitete Elvedi intensiv an sich selbst. Er engagierte einen Ernährungsberater und einen Athletiktrainer. "Zuerst ging es darum, etwas abzunehmen. Ich fühlte mich nach der EM nicht mehr so wohl in meinem Körper", offenbart der Verteidiger. "Ich fühlte mich nicht topfit und wollte etwas verändern."
Diese Massnahmen haben sich offenbar ausgezahlt. Elvedi fühlt sich nun fitter denn je und hat mehr Energie auf dem Platz. Trotz der positiven Entwicklung in der Nationalmannschaft läuft es für ihn im Verein derzeit nicht optimal. Borussia Mönchengladbach wartet nach sechs Spieltagen noch immer auf den ersten Saisonsieg in der Bundesliga.
"Es ist keine einfache Zeit, der Trainer und Sportchef sind weg. Aber wir haben eine gute Mannschaft und auch noch ein paar Verletzte. Wenn sie zurückkehren, werden wir die Punkte sicher einfahren können, da bin ich überzeugt", zeigt sich Elvedi dennoch zuversichtlich.
Trotz der sportlichen Herausforderungen bei Gladbach hat Elvedi kürzlich einen bemerkenswerten Meilenstein erreicht. Mit 335 Einsätzen im Borussia-Trikot hat er Yann Sommer als ausländischen Rekordspieler des Vereins eingeholt. Zudem steht er kurz davor, Sommer auch als Schweizer mit den meisten Bundesliga-Einsätzen zu überholen.
Obwohl Elvedi in der Vergangenheit mehrfach mit einem Vereinswechsel in Verbindung gebracht wurde, blieb er Gladbach treu. Sein aktueller Vertrag läuft noch bis 2027. "Ich bin jetzt zehn Jahre da und fühle mich sehr wohl. Es macht Spass mit den Fans, auch wenn es aktuell sportlich etwas besser laufen könnte", sagt er. "Ich mache mir im Moment überhaupt keine Gedanken über einen möglichen Wechsel."