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Ende einer emotionalen Woche: Engers bleibt in der Spitzengruppe

kicker

Für den FV Engers endete mit dem 1:0-Heimsieg gegen Rot-Weiß Koblenz eine emotionale Woche: Der Oberligist trauert um die am 13. Oktober verstorbene Vereinsikone Heinz Keuler. "Er war Spieler, Vorsitzender, sportlicher Verantwortlicher, Trainer, Platzwart, Hausmeister, Betreuer, Organisator, Spielausschussobmann, Mann für alle Fälle. Vor allem aber war er immer da: mit Herz, Leidenschaft und unermüdlichem Einsatz", schreibt der Klub in einer Mitteilung. Keuler habe vermittelt, dass nicht der Einzelne im Mittelpunkt stehe, sondern es um die Gemeinschaft gehe, betont Trainer Julian Feit: "Er ist dafür verantwortlich, dass es den Verein in dieser Form gibt."

Kameradschaft, Zusammenhalt - diese Werte seien auch Merkmale seiner Mannschaft, die dank eines Last-minute-Treffers am Freitag schon den neunten Sieg in der 13. Partie feiern durfte. Justin Wilma, erst kurz zuvor eingewechselt, erzielte in der 93. Minute das Tor des Tages. "Mit den Ergebnissen sind wir sehr zufrieden, auch wenn unsere Leistungen etwas schwankend sind. Gerade in Ballbesitzphasen können wir uns noch steigern", erklärt Feit. Dieser hatte das Amt vor der Saison vom langjährigen FVE-Coach Sascha Watzlawik übernommen.

Tatsächlich ist sein Team als Tabellenfünfter Teil der Spitzengruppe und hat nur einen Zähler Rückstand auf Spitzenreiter FK Pirmasens. Unter anderem wurde TuS Koblenz bezwungen (2:1). Werden die Ziele beim Vorjahres-7. nun korrigiert? "Im Sommer haben wir einen einstelligen Tabellenplatz ausgerufen. Es zeichnet sich ab, dass es eine Top 6 gibt. Es wäre schön, wenn wir da mitschwimmen. Wir reden aber nicht darüber, dass wir aufsteigen, sondern wollen auf höchstem Amateurniveau Freundschaft und Fußball verbinden", so Feit.

Gelungene Mischung

Ohne Grund stehe der FVE aber nicht oben: Safet Husic etwa weist auf die gelungene Mischung aus "erfahrenen und jungen, wilden Spielern" hin. "Wir verstehen uns untereinander sehr gut", so der Keeper, "und das hilft gerade in schwierigen Momenten". Auch für das Torwartteam scheint das zu gelten. Denn während Husic in der Liga zum Einsatz kommt, läuft Franjo Serdarusic, im Sommer von TuS Koblenz verpflichtet, im Pokal auf. Schon vor Wochen bezeichnete Feit beide als "sensationelle" Torhüter. Husic: "Wir verstehen uns extrem gut. Franjo ist ein überragender Keeper und Mensch. Er gibt sportlich alles, um mir das Leben schwer zu machen - und um Julian die Entscheidung schwer zu machen."

Angesichts der Tabellenkonstellation steht dem FVE am Wochenende nun ein echtes Topspiel bevor: Samstag (15:30 Uhr) gastiert er beim punktgleichen 1. FC Kaiserslautern II, der sich zuletzt mit 4:1 bei Arminia Ludwigshafen durchsetzen konnte. Feit spricht vor der Partie gegen die Zweitliga-Reserve von einer "schönen Herausforderung" und weist auf die Entwicklung des Gegners hin. Dieser habe "zueinandergefunden"; die individuelle Qualität der FCK-Akteure sei ohnehin unbestritten gewesen.

Im Pokal Favorit

Und auch im Pokal ist Engers bald wieder gefordert. Noch immer präsent sind die Erinnerungen an den 17. August: An jenem Tag stand der Oberligist in der ersten Runde des DFB-Pokals Eintracht Frankfurt gegenüber. 5:0 hieß es am Ende für den Champions-League-Teilnehmer - der Underdog verkaufte sich vor mehr als 10.000 Zuschauern im Koblenzer Stadion Oberwerth aber gut und hätte in der ersten Halbzeit sogar in Führung gehen können.

Motivation genug also für die nächste Runde des Rheinlandpokals, über den sich der Verein 2025 für das Highlight qualifizieren konnte. Im Achtelfinale trifft der Titelverteidiger am 5. November auf Bezirksligist FSV Salmrohr.