Was vor wenigen Wochen noch unbestätigte "Zukunftsmusik" (Zitat: Niko Arnautis) war, ist nun Realität: Eintracht Frankfurt bestätigte am Donnerstag, dass Geraldine Reuteler, Nicole Anyomi, Elisa Senß und Nadine Riesen den Verein zum Saisonende verlassen werden. Bis auf Senß gehen alle Spielerinnen ablösefrei, weil ihre Verträge auslaufen - bei der 28-Jährigen wird eine Ausstiegsklausel aktiviert. Das ist ein harter Schlag für die Eintracht, weil alle abgehenden Spielerinnen zum Stammpersonal der SGE zählen. Sie werden im Anschluss an das letzte Saisonspiel am Sonntag (14 Uhr) gegen Union Berlin offiziell verabschiedet.
„Wir sind stolz und wissen, dass wir gemeinsam in der Vergangenheit sehr vieles richtig gemacht haben.“ (Sportdirektorin Babett Peter)
Sportdirektorin Babett Peter sagte: "Die Abgänge sehen wir mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Gerne haben wir unsere Leistungsträgerinnen bei der Eintracht und sind traurig, wenn diese uns verlassen. Gleichzeitig wissen wir um die Dynamik des Marktes und können sehr realistisch einschätzen, dass sich Spielerinnen auch für einen anderen Weg entscheiden können, und das respektieren wir. Wenn dieser Weg für die Spielerinnen den nächsten Schritt in ihrer Karriere darstellt, sind wir stolz und wissen, dass wir gemeinsam in der Vergangenheit sehr vieles richtig gemacht haben."
Doch wohin geht die Reise der Frankfurter Leistungsträgerinnen? Über aufnehmende Vereine wollte die SGE keine Angaben machen: Die Kommunikation des Wechselziels obliege den neuen Klubs. Jedoch gab es in den vergangenen Wochen bereits Gerüchte über mögliche Abnehmer.
Gerüchte um England, Frankreich und den FC Bayern
Senß, die einzige Spielerin, die der Eintracht eine Ablöse in die Kassen spült, wurde vor allem mit dem FC Bayern München in Verbindung gebracht. Aber auch englische Klubs sollen für die 28-Jährige ein Thema sein. Für Reuteler könnte es ebenfalls auf die Insel gehen, bei ihr waren die Gerüchte aber schon deutlich konkreter: Laut hr-sport stehe beim FC Arsenal nur noch der Medizincheck aus. Auch Anyomi wird mit Vereinen aus der Women's Super League in Verbindung gebracht, bei ihr gibt es jedoch auch eine andere heiße Spur, die nach Frankreich führt. Paris St. Germain und der Paris FC sollen interessiert sein. Wo die Reise für Riesen hingeht, ist unklar.
Zumindest die Schweizerinnen Reuteler und Riesen können die SGE-Fans beim Saisonabschluss gegen Union wohl noch mal im Eintracht-Trikot bejubeln - sie sind für ihr Abschiedsspiel einsatzbereit. Anders sieht es bei Anyomi und Senß aus. Anyomi fehlt aufgrund einer Oberschenkelverletzung. Senß muss passen, weil sie eine Gelbsperre absitzt.