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"Es geht nicht um Bo und mich": Hjulmands spezielle Rückkehr nach Mainz

kicker

Es war ein nur relativ kurzes und eher unerfreuliches Kapitel in der Trainer-Karriere von Kasper Hjulmand. Im Sommer 2014 übernahm der Däne Mainz 05, um Mitte Februar 2015 mit nur 22 Punkten aus 21 Bundesligapartien schon wieder beurlaubt zu werden. Die auf Ballbesitz und Dominanz ausgelegte Spielidee des heute 53-Jährigen sorgte nicht für den von den Mainzer Verantwortlichen erwarteten Erfolg der 05-er, die danach wieder zu ihrer alten Spielweise zurückkehrten.

Von Revanchegelüsten hört man von Hjulmand nichts

Natürlich wird Hjulmands Rückkehr am Samstag im medialen Mittelpunkt stehen. Doch der Däne möchte den Fokus auf andere Dinge lenken. Zumal er nicht allzu viele Verbindungen zu seinem Ex-Klub pflegt. "Ich habe nicht viel Kontakt", erklärte Hjulmand am Freitag. Einzig "ein bisschen" mit Nico Bungert, damals Spieler, heute Sportdirektor bei den Mainzern. Zudem habe er als dänische Nationaltrainer wegen des einen oder anderen Nationalspielers Partien in Mainz besucht, "aber ich habe nicht viel Kontakt".

Von Revanchegelüsten hört man erwartungsgemäß nichts von Hjulmand, der ohnehin ein introvertierter Typ ist und gar nicht auf die Idee kommen würde, sich mit der Formulierung solcher selbst in den Mittelpunkt zu rücken. Auch wenn er damals in Mainz sich durchaus längeres Vertrauen gewünscht haben dürfte.

„Bo ist ein Top-Trainer, eine Top-Person, eine Persönlichkeit, aber es geht nicht um Bo und mich.“ (Kasper Hjulmand)

Doch Hjulmand nimmt, seinem Naturell entsprechend, seine eigene Person zurück. Dies gilt auch für das anstehenden Duell mit seinem Landsmann auf der Mainzer Trainerbank Bo Henriksen. "In diesem Spiel geht es nicht um Bo und mich", wiegelt Hjulmand ab und sagt mit Blick auf zuletzt zwei Bayer-Siege nacheinander: "Für mich geht es darum, dass Leverkusen weiterhin siegreich bleibt. Wir sind hier als Team, als Einheit. Wir sind auf dem Platz, um drei Punkte zu holen. Wir wissen, dass dies ein schwieriges Spiel ist." Denn Mainz sei eine Mannschaft mit "sehr viel Feuer".

Dies gilt auch für seinen extrovertierten Landsmann, gegen den er mit drei Siegen, vier Unentschieden und einer Niederlage eine positive Bilanz im persönlichen Trainer-Duell aufweist. Für Henriksen findet Hjulmand erwartungsgemäß lobende Worte. "Bo ist ein Top-Trainer, eine Top-Person, eine Persönlichkeit", sagt Hjulmand, um dann zu betonen: "Aber noch einmal: Es geht um unsere Mannschaft."

„Die letzten zwei Spiele haben uns Optimismus gegeben: Wir haben einige Muster gesehen, einige Prinzipien, die uns sehr gefallen haben. Darauf müssen wir aufbauen.“ (Kasper Hjulmand)

Von dieser hat er zuletzt gegen Union Berlin beim 2:0-Sieg und zuvor beim 1:1 gegen Eindhoven in der Champions League endlich Elemente gesehen, die er erwartet. "Die letzten beiden Spiele haben uns etwas Optimismus gegeben. Wir haben einige Muster gesehen, einige Prinzipien, die uns in unserer Mannschaft sehr gefallen haben. Darauf müssen wir aufbauen, denn dann werden auch die Ergebnisse kommen." Am besten schon in Mainz. Um Hjulmand seine Rückkehr zu versüßen - auch wenn er diese gar nicht in den Fokus rücken will ...