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"Es wird ein paar Mal mehr scheppern": Aachens Plan mit Riemann

kicker

In manchen Situationen im Training musste Manuel Riemann sich nochmal rückversichern. "Da hat er nach außen geschaut und gefragt: 'Wie heißt der? Und wie heißt der?'", erzählt Mersad Selimbegovic am Donnerstag mit einem Schmunzeln. Erst zwei Tage zuvor hatte Alemannia Aachen den 37-Jährigen verpflichtet - dessen erster Einfluss ist aber laut Selimbegovic schon zu spüren.

"Er war gestern schon sehr laut, obwohl er die Namen noch nicht alle kennt", verrät der Aachener Cheftrainer. "Das ist genau das, was wir erwarten. Er macht einen fitten Eindruck, er ist Profi durch und durch. Ich freue mich, dass das so schnell geklappt hat."

Schnell ist dabei durchaus das passende Stichwort. Die Verletzung von Mark Flekken, der Nummer 1 von Bundesligist Leverkusen, wirkte sich über Umwege auch auf die Alemannia aus. Die Werkself holte als Reaktion auf den Ausfall des Stammkeepers Jonas Omlin aus Gladbach, die Borussia wiederum beorderte Leihspieler Jan Olschowsky eben aus Aachen zurück. Und der TSV nahm den Kontakt mit Riemann auf.

Aachen auf der Suche nach der Gewinnermentalität

Der erfahrene Keeper ist allerdings zunächst als Nummer 2 hinter Fotios Pseftis (23) eingeplant, der am vergangenen Wochenende bei der Zweitvertretung der TSG Hoffenheim in Olschowskys Abwesenheit sein Drittliga-Debüt feierte. Was Selimbegovic vom erfahrenen Riemann, der auf 98 Bundesliga-, 249 Zweitliga- und 117 Drittliga-Spiele zurückblicken kann, erwartet: "Unterstützen und herausfordern. Mal sehen, was die Zeit sich mit sich bringt."

Gerade für die Mentalität der Mannschaft soll Riemann aber wichtig werden. "Er hat immer nachgewiesen, dass er viele Qualitäten mitbringt, dass er einer Mannschaft immer was geben kann - auch wenn er nicht spielt", erklärt Selimbegovic. Genau das erwarte er nun von Riemann.

"Er ist einer von der alten Schule, der immer gewinnen will. Wir brauchen das auch, wir müssen mehr übers Gewinnen reden", fordert der 43-Jährige. Und: "Wenn du eine Gewinnermentalität entwickeln willst, dann muss es jeden Tag scheppern. Es wird jetzt ein paar Mal mehr scheppern mit Manu, glaube ich."

Da Silva Kialas Sperre und andere Fragezeichen

Auf dem Weg zu einer Gewinnermentalität hilft natürlich auch das Gewinnen an sich. Der 3:2-Sieg in Hoffenheim war der erste Dreier in der 3. Liga nach zuvor sechs sieglosen Spielen. Solch ein Erfolgserlebnis "tut immer gut", Selimbegovics Jungs hätten sich im Nachgang auch "ein bisschen freier" präsentiert. Die Alemania rückte damit in der Tabelle über den Strich, der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz beträgt als Tabellen-15. jedoch nur zwei Zähler. "Die Tür ist ein bisschen aufgegangen, da müssen wir jetzt durch. Mit einem Sieg nach so langer Zeit hast du noch nichts erreicht", gibt Selimbegovic den Weg vor.

Nun geht es am Samstag zu 1860 München (14 Uhr, LIVE! bei kicker), allerdings ohne den gelbgesperrten Joel da Silva Kiala. Hinter den Einsätzen von Faton Ademi und Mehdi Loune stehen krankheitsbedingt noch kleine Fragezeichen. Dafür kehrt Danilo Wiebe nach Gelbsperre zurück, Valmir Sulejmani sowie Lamar Yarbrough sollten als Optionen wieder zur Verfügung stehen.

So oder so bleibt die Devise im Abstiegskampf für Selimbegovic ohnehin gleich: "Punkten, punkten, punkten. Egal wie."