Nach der Entlassung von Adrian Alipour war Chemie Leipzig seit Dezember auf Trainersuche, und die erklärte der Regionalligist am Mittwoch nun für beendet. UEFA-Pro-Lizenz-Inhaber Alexander Schmidt übernimmt den abstiegsbedrohten Regionalligisten in der Rückrunde und darüber hinaus - und zwar in Doppelfunktion: Als Sportlicher Leiter zeichnet der gebürtige Augsburger somit auch verantwortlich für die Kaderzusammenstellung und die strategische Ausrichtung.
Schmidt begann 2000 seine Trainerlaufbahn in den Nachwuchsabteilungen des FC Augsburg und des TSV 1860 München. 2012 übernahm er die Zweitligamannschaft der Löwen. Nach Stationen unter anderem in Regensburg, Stuttgart, Unterhaching und Salzburg folgte Ende April 2021 das Traineramt bei der SG Dynamo Dresden, mit der er die Drittligameisterschaft und damit den Aufstieg in die 2. Bundesliga feierte. Danach war er Trainer bei Kickers Offenbach und im Nachwuchs von Austria Klagenfurt; in der vergangenen Saison war der heute 57-jährige Fußballlehrer bei Bayernligist TSV Landsberg aktiv.
"Ausgewiesener Fußballfachmann"
Mit Schmidt habe man einen ausgewiesenen Fußballfachmann als Trainer und Sportlichen Leiter gewinnen können, erklärt Gregor Schoenecker, Vorstand Sport bei den Chemikern. "Als Trainer steht er für einen aktiven Spielstil, seine Teams zeichnen sich durch hohe Laufbereitschaft und Intensität aus. Von seinen Spielern fordert er viel ein, setzt dabei aber auch auf Kommunikation, Empathie und gegenseitiges Vertrauen."
Zudem sei er durch seine Tätigkeit in mehreren Nachwuchsleistungszentren versiert im Umgang mit jungen Spielern und deren Entwicklung: "Er ist exzellent vernetzt und wird uns mit seinen Kontakten und seiner Erfahrung dabei helfen, als Sportlicher Leiter unsere 1. Mannschaft stetig zu verbessern. Den Ausschlag gegeben hat für uns letztlich auch, wie er in den Gesprächen überzeugend dargelegt hat, dass er keine Herausforderung scheut", so Schoenecker weiter.
"Gute Erfahrungen in Sachsen"
"Ich freue mich auf diese reizvolle Aufgabe bei einem Traditionsverein im Osten. In Sachsen habe ich schon in meiner Vergangenheit sehr gute Erfahrungen gemacht, mich sehr wohlgefühlt und gern hier gelebt", lässt sich Schmidt in der am Mittwoch veröffentlichten Meldung zitieren: "Chemie ist ein Verein mit großem Fanpotenzial. Zunächst gilt es, mit aller Macht die Klasse zu halten. Gelingt uns das, wollen wir hier gemeinsam etwas entwickeln, den Verein Schritt für Schritt voranbringen."
Am Donnerstag soll Schmidt seine erste Trainingseinheit leiten, das erste Punktspiel wartet auf den aktuellen Tabellen-16. am 30. Januar zum Restrundenauftakt gegen den Chemnitzer FC.