Der Sonntagnachmittag wog für den FC Carl Zeiss Jena gleich doppelt schwer. Nicht nur verpassten es die Thüringer durch das 1:1 im Heimspiel gegen den SV Babelsberg 03 nach zwischenzeitlicher Führung, auf den ebenfalls strauchelnden Tabellenführer Lok Leipzig bis auf drei Zähler heranzurücken. Der dreifache DDR-Meister muss zudem monatelang auf seinen derzeitigen Top-Torjäger Manassé Eshele verzichten.
Erst Ekstase, dann Grauen: In der 45.+1 Minute brachte Eshele den FCC mit seinem sechsten Saisontreffer noch mit seinem Kopfball 1:0 in Führung, keine 120 Sekunden später verletzte sich Jenas erfolgreichster Torjäger in einem Zweikampf schwer an der linken Schulter. Die Diagnose folgte am Montag: Schultereckgelenksprengung. Der 26-Jährige muss operiert werden und wird Jena mehrere Monate fehlen.
"Das ist extrem bitter für uns - aber insbesondere natürlich für Manassé", fühlt Cheftrainer Volkan Uluc mit seinem Angreifer. "Er wird von uns medizinisch wie menschlich jede Unterstützung bekommen, die er braucht, um wieder fit zu werden. Und dann freuen wir uns schon jetzt, wenn er wieder für uns auf dem Feld steht. Alles Gute für Mana!"
Mehr Glück hatte derweil Maxim Hessel, der bereits in der 26. Spielminute ebenfalls verletzt ausgewechselt werden musste. Bei ihm sei zwar eine Verletzung des rechten Knies diagnostiziert worden, die jedoch sei nicht schwerwiegend, heißt es von Vereinsseite. Er müsse in den kommenden Tagen lediglich eine Trainingspause einlegen.
Ob Hessel beim abschließenden Spiel vor der Winterpause in Berlin bei den Hertha-Bubis wieder mitmischen kann, dürfte allerdings fraglich sein.