Die spanische Costa del Sol, bekannt für ihre über 300 Sonnentage im Jahr, zeigte sich von ihrer nassen Seite. Am Sonntag sorgte heftiger Regen sogar für Alarm-SMS der spanischen Behörden. Dennoch hielt Ludovic Magnin an seinem straffen Trainingsplan fest. "Die Plätze sind immer noch gut", erklärte er und lobte die Infrastruktur des Marbella Football Center.
Nach einer durchzogenen Hinrunde steht der FCB-Trainer unter Druck, das Offensivspiel seiner Mannschaft zu revitalisieren. Mit nur 28 Treffern in 19 Super-League-Spielen liegt der FC Basel nur fünf Tore über dem Schlusslicht Winterthur, das den schwächsten Angriff der Liga stellt. Magnin gibt zu: "Es ist einfacher, mit wenigen Trainings eine gute Defensivorganisation zu erreichen. In der Offensive ist das ein bisschen komplizierter."
Die Festtagspause habe sehr gutgetan
Die Winterpause bietet ihm nun eine seltene Gelegenheit: zehn Tage intensives Mannschaftstraining. Seit August hatte Magnin keine volle Woche mit seinem kompletten Team, da zahlreiche Spiele und Länderspiele den Kalender dominierten. Das Mammutprogramm seit Juli 2025 umfasst 30 Partien - mehr als bei den meisten Konkurrenten in der Super League. "Die Feiertage haben sehr gutgetan. Man hat jetzt sofort gemerkt, dass die Qualität im Training wieder besser geworden ist", so der Lausanner.
Magnin sieht die hohe Belastung als einen Grund für die durchwachsene erste Saisonhälfte. Trotz des strengen Programms steht Basel in der Tabelle vor Teams wie YB (29 Spiele) und Lausanne (33 Spiele). "Beide Teams stehen in der Tabelle hinter uns", betont Magnin im Gespräch mit Blick.
Der FCB-Trainer setzt auf einen "knallharten Konkurrenzkampf"
Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit: weniger Rotation. "Wir mussten viel rotieren. Das ist nicht hilfreich, um als neuer Trainer deine Ideen reinzubringen", erklärt er. Für die Rückrunde plant er eine klare Struktur innerhalb des Teams. "Jetzt ist es das Ziel, eine Achse innerhalb des Teams aufzubauen und eine klare Hierarchie reinzubekommen", sagt Magnin. Die Zeiten, in denen Spieler aufgrund von Belastungssteuerung ihre Chance erhielten, sind vorbei. Stattdessen setzt der Trainer auf einen "knallharten Konkurrenzkampf." Jeder Spieler soll genau wissen, welche Rolle er im Team hat.
Rückendeckung erhält Magnin von FCB-Sportchef Daniel Stucki, der ihm im Dezember öffentlich den Rücken stärkte. "Er hat einfach das gesagt, was ich jeden Tag spüre und wie mir gegenüber bereits die ganze Saison kommuniziert worden ist", so Magnin zu Blick.