Die Derby-Niederlage gegen GC hat beim FC Zürich tiefe Spuren hinterlassen. Trainer Mitchell van der Gaag nutzte die Länderspielpause, um die Wunden zu lecken und das Team neu auszurichten. "Es war hart, das Derby zu verlieren. Die erste Woche war sehr schwer. Man hat es nicht nur im Team gemerkt, sondern auch im Staff und im Klub allgemein", gesteht van der Gaag gegenüber Blick.
Der holländische Coach setzte auf intensive Kommunikation, sowohl im Team als auch in Einzelgesprächen, und analysierte ausführlich Videomaterial. Trotz eines Testspiels gegen Rapperswil-Jona, das mit 0:1 verloren ging, betont van der Gaag: "Die Pause war zu lang. Wenn du verlierst, willst du eigentlich sofort wieder spielen."
Der Fokus liegt nun klar auf der Verbesserung der Offensivleistung. "Wir waren okay am Ball. Aber im dritten Drittel waren wir zu wenig gefährlich", erklärt der Trainer selbstkritisch. Besonders störend empfand van der Gaag den mangelnden Siegeswillen im Derby: "Ich habe bei den Grasshoppers mehr Siegeswillen gesehen. Das ist nicht gut, denn jeder wusste, wie wichtig dieses Spiel für den Verein ist." Für das anstehende Spiel gegen Lugano fordert er daher eine deutliche Steigerung in Sachen Chancenerarbeitung und Effizienz.