FIFA-Präsident Gianni Infantino zeigt sich hochzufrieden mit der erstmalis im neuen XXL-Modus ausgetragenen FIFA Klub-Weltmeisterschaft.
"Das goldene Zeitalter des Vereinsfußballs hat begonnen", schwärmte Infantino in höchsten Tönen vom neuen Club World Cup und erklärte stolz: "Wir können definitiv sagen, dass diese FIFA Klub-Weltmeisterschaft ein riesiger Erfolg war."
Erstmals nahmen 32 Teams aus in den USA am Wettbewerb teil. Dabei traten aus jedem der fünf Kontinentalverbände (UEFA, CONMEBOL, CONCACAF, CAF, AFC und OFC) mehrere Klubs an - eine Vereinsweltmeisterschaft, die es so zuvor noch nie gegeben hat. Infantino tönte, die FIFA habe etwas Neues geschaffen - "etwas, das bleiben wird, etwas, das die Landschaft des Vereinsfußballs verändert".
Doch viele Spieler und Verantwortliche kritisierten das Turnier, besonders die vorherrschenden Bedingungen in den USA. BVB-Trainer Niko Kovac bemängelte bei der Klub-WM gleich mehrere Dinge: "Was angesprochen werden muss, sind die Anstoßzeiten, die unglaubliche Hitze und die Rasenbeschaffenheit. Wenn das ein Weltklasse-Turnier ist, dann erwartet jeder Einzelne Top-Bedingungen", so der BVB-Coach. Auch Jürgen Klopp äußerte sich extrem negativ, nannte es "die schlecchteste idee, die jemals im Fußball umgesetzt wurde".
"Ich respektiere jeden und jedermanns Meinung", entgegnete Infantino angesprochen auf die Kritik und nannte Zahlen, um aufzuzeigen, dass der Club World Cup ein gelungenes Turnier war.
Vor dem Finale zwischen Chelsea und PSG seien insgesamt 2,5 Millionen Menschen in die Stadien gekommen, das entspricht rund 40.000 Zuschauern pro Spiel. Insgesamt sei ein Umsatz in Höhe von 2,1 Milliarden US-Dollar erzielt worden, das entspricht durchschnittlich 33 Millionen Dollar pro Spiel, so Infantino.
Bezüglich Kritik auch am Modus sagte Infantino mit Blick auf die Zukunft: "Wir werden sehen, was die Zukunft uns bringt. Wir werden es besser machen, wir haben Kritik geerntet und wir müssen es besser machen."