Die Abwehr des FC St. Pauli bekommt Verstärkung aus Japan. Tomoya Ando wechselt vom japanischen Erstligisten Avispa Fukuoka zu den Hanseaten, wie der Bundesligist am Donnerstag mitteilte. Zu den Ablösedetails und der Vertragslaufzeit für den 26-Jährigen machte der Verein keine Angaben.
Zu den Stärken des Innenverteidigers aber schon. "Mit ihm bekommen wir einen Spieler, der hervorragend antizipiert, offensiv verteidigt und so häufig Bälle erobert", erklärte Alexander Blessin. Was für den Trainer auch wichtig ist: Ando ist "nicht auf eine Position festgelegt". Ein Allrounder für die Defensive also, der zudem auch "einen explosiven Antritt" hat und über ein Kopfballspiel verfügt, "das ihn auch offensiv gefährlich macht".
Für seinen bisherigen Klub Avispa Fukuoka lief er nach dem Aufstieg in Japans höchste Spielklasse 36-mal auf und erzielte vier Tore. Für die japanische Nationalmannschaft stand Ando bislang dreimal auf dem Feld.
"Zusätzliche Flexibilität"
"Er hat sich in den vergangenen Jahren immer sehr schnell dem jeweils höheren Niveau angepasst und sich zum Nationalspieler entwickelt. Deswegen sind wir überzeugt davon, dass er auch bei uns direkt eine gute Rolle spielen kann", sagte Sportchef Andreas Bornemann: "Mit der Verpflichtung von Tomoya verschaffen wir unserer Defensive zusätzliche Flexibilität, da er auf allen Positionen in der Dreierkette eingesetzt werden kann."
Für Ando bedeutet der Wechsel in die Bundesliga einen "wichtigen Schritt", der Japaner denkt, "dass jetzt der perfekte Zeitpunkt dafür ist.
Seine neuen Teamkollegen am Millerntor kann Ando gleich am Donnerstag kennenlernen, denn der FC St. Pauli startet am Neujahrstag mit einer nicht öffentlichen Einheit. Für den Freitag hat der Kiez-Klub das erste Training ab 11.30 Uhr geplant, da können dann auch die Fans Ando zu Gesicht bekommen.