Auf dieses Spektakel hatte der FC Barcelona am Samstagnachmittag natürlich ganz besonders geschaut - Atletico überraschte Real im Stadtderby mit einer überzeugenden Leistung sowie einem 5:2-Erfolg. Barcelona, hinter dem zuvor noch verlustpunktfreien Rivalen Real, befand sich schließlich in Lauerstellung.
Und direkt die erste Steilvorlage, um die La-Liga-Spitze zu übernehmen, nutzte die Mannschaft von Cheftrainer Hansi Flick. Wieder einmal lag Barcelona zunächst zurück - um erneut Moral zu beweisen und die Partie zu drehen. "Es war ein Sieg der Mannschaft", lobte Flick, der auch Gegner Real Sociedad Respekt zollte: "Sie wussten, wie sie spielen mussten, und es war eine schwierige Aufgabe, aber wir haben es verdient."
Das Führungstor des Ex-Münchners Alvaro Odriozola hatte Verteidiger Jules Koundé noch vor der Pause gekontert (43.). Nach dem Seitenwechsel waren es dann mal wieder Flicks Joker, die entscheidenden Einfluss auf das Spiel nahmen. Und diese spezielle Rückkehr hatten vor allem auch die Fans herbeigesehnt: Lamine Yamal stand keine 120 Sekunden auf dem Platz, als er den Ex-Dortmunder Sergio Gomez vernaschte und perfekt für Robert Lewandowski auflegte. 2:1 und damit der fünfte Pflichtspielsieg in Folge.
„Er hat schnell bewiesen, dass er außergewöhnlich ist.“ (Hansi Flick über Lamine Yamal)
"Ich freue mich über seine Rückkehr - das tun wir alle", gestand Flick wenig überraschend ein: "Er hat schnell bewiesen, dass er außergewöhnlich ist. Es ist toll, ihn wieder dabei zu haben. Jeder hat gesehen, wie gut Lamine ist." Dessen Leistung aber sollte nicht die der gesamten Mannschaft schmälern. "Alle haben großartige Arbeit geleistet", so Flick: "Seit dem letzten Spiel hatten wir 68 Stunden Pause, und es ist unglaublich, dass alle Spieler ihre beste Leistung zeigen."
Der deutsche Cheftrainer der Blaugrana sprach von "Stolz", den er mit Blick auf sein Team verspüre. Dass Lamine Yamal die ohnehin hohe Qualität auf ein anderes Level hebt, war sofort zu erkennen. 31 Vorlagen in 110 Spielen sind es mittlerweile.
Dieser Assist aber war auch aus einem anderen Grund ein ganz besonderer: Für Torjäger Lewandowski nämlich war es das 700. Karriere-Tor, die nächste Schallmauer also ist durchbrochen. Satt wirkt der 37-Jährige deswegen weiterhin nicht. Für Barcelona sind es aktuell 105 Tore in 154 Partien. Eines gegen PSG im Schlagerspiel der Champions League am Mittwoch (21 Uhr, LIVE! bei kicker) würde Lewandowski freilich auch schmecken. Dann dürfte Lamine Yamal womöglich schon wieder in der Startelf stehen.