"Das ist eine sehr schwere Situation", eröffnete Düsseldorfs Keeper Florian Kastenmeier sein Interview nach dem 0:2 gegen Spitzenreiter Schalke am Sky-Mikrofon. "Wenn du hier zu Hause 25.000 Schalker hast, die am Ende jubeln und du mit null Punkten dastehst und dich nicht für eine gute erste Halbzeit belohnst, dann ist das sehr schwer."
Die Fortuna machte im Grunde kein schlechtes Spiel und gab auch nach der Ampelkarte gegen Tim Oberdorf in der 55. Minute nie auf. Aber in den entscheidenden Szenen fehlte die letzte Konsequenz. "Wir haben mit einem Mann weniger in der 70. Minute ein Eins-gegen-eins gegen den Torwart und schießen daneben. Ich glaube, Loris (Karius, d.Red.) musste seine Handschuhe heute nicht mal benutzen. Wir schießen nicht aufs Tor, nichts ins Tor und sind in den entscheidenden Momenten nicht da", beklagte Kastenmeier.
Für den Schlussmann, der bekannt für seine klaren Worte ist, war es am Freitagabend natürlich keine neue Situation. Wieder einmal stellte sich der Kapitän zum Interview, wieder einmal musste er eine Niederlage erklären. "Ich stehe jede Woche hier, muss mir wieder was aus dem Leib labern und am Ende ist es jedes Mal dieselbe Scheiße", wurde Kastenmeier deutlich und fügte klar an: "Ich habe ehrlicherweise keine Worte mehr, keinen Bock mehr. Am Ende stehen wir unten, haben keine Tore, keine Punkte, kriegen zu viele Gegentore. Das tut sehr, sehr weh."
Kastenmeier fordert Härte, Gier, Wille und Leidenschaft
Nach 15 Spielen hat Düsseldorf nur 14 Punkte auf dem Konto und befindet sich auf Rang 14. Abstiegsrang 17 ist nur einen Punkt entfernt. Die mit Aufstiegsambitionen gestartete Fortuna erwartet nun also der beinharte Abstiegskampf. "Wir müssen in den entscheidenden Momenten noch mehr Härte, Gier, Wille und Leidenschaft zeigen", forderte Kastenmeier. "Dann wirst du dich belohnen. Das fehlt einfach aktuell."
Die nächste Chance dazu hat Düsseldorf am nächsten Sonntag in Elversberg.