Situationen wie die beim Heimspiel gegen Holstein Kiel ist man in Braunschweig mittlerweile gewohnt. Das 1:1 am 15. Spieltag der laufenden Zweitliga-Saison war bereits das siebte Spiel, das die Niedersachsen nicht mit elf Spielern beendeten: Bereits fünf glatt Rote Karten sowie zweimal Gelb-Rot stehen für die Braunschweiger in der Statistik, die sie auf den letzten Platz der Fairness-Tabelle spült.
Gegen die Störche hat es diesmal Lukas Frenkert erwischt. Der 25 Jahre alte Verteidiger hatte in der 43. Minute versucht, einen Kieler Konter über die Außenbahn per Grätsche zu stoppen, kam dabei aber zu spät und traf nur Gegenspieler Adrian Kapralik statt des Balles. Schiedsrichter Eric Weisbach (kicker-Note 5,0) zückte sofort die Rote Karte, die aus Sicht des kicker überharte Entscheidung wurde anschließend auch trotz VAR-Eingriffs nicht revidiert. In Unterzahl kassierte Braunschweig kurz darauf den Ausgleich, ehe sich die Kieler nach der Pause ebenfalls selbst schwächten und nach der Gelb-Roten Karte für Lasse Rosenboom das Spiel ebenfalls zu zehnt zu Ende bringen mussten.
Bei der Strafbemessung für Frenkert ließ das DFB-Sportgericht nun Gnade walten und zieht den Innenverteidiger nur für ein Spiel statt der für Notbremsen üblichen zwei aus dem Verkehr, Frenkert wird lediglich wegen eines "unsportlichen Verhaltens" sanktioniert. Er fehlt damit beim kommenden Kellerduell am Freitagabend (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker), wenn die aktuell mit 14 Punkten auf Platz 14 postierten Braunschweiger bei Dynamo Dresden zu Gast sind, die wiederum mit einem Punkt weniger Abstiegsplatz 17 belegen. Das Heimspiel zum Jahresabschluss gegen Primus Schalke 04 (21.12., 13.30 Uhr) darf Frenkert dann wieder bestreiten.