Ein 4:0-Sieg gegen Vietnam im Rahmen der Qualifikation für die Asien-Meisterschaft hat drastische Konsequenzen für sieben eingesetzte Spieler und den malaysischen Fußballverband. Wie die FIFA am Freitag bekannt gab, wurden Gabriel Felipe Arrocha, Facundo Garces, Rodrigo Julian Holgado, Imanol Javier Machuca, Joao Vitor Brandao Figueiredo, Jon Irazabal Iraurgui and Hector Alejandro Hevel Serrano mit einer zwölfmonatigen Sperre für alle Fußballtätigkeiten belegt.
Die sieben genannten Spieler seien laut dem Weltverband im Ausland geboren worden und mit falschen Papieren ausgestattet gewesen, um für Malaysia vermeintlich spielberechtigt zu sein, was gegen Artikel 22 des FIFA-Disziplinarreglements (FDC) verstößt. Betroffen von der Sperre ist unter anderem der spanische Erstligist Deportivo Alaves, für den Facundo Garces seit Januar bislang 16 Spiele in La Liga absolvierte.
Jeder Spieler wurde neben der Sperre zur Zahlung von 2.000 Schweizer Franken (rund 2.142 Euro) verurteilt. Darüber hinaus muss der malaysische Verband eine Strafe in Höhe von 350.000 Schweizer Franken (rund 375.000 Euro) an den Weltverband entrichten.
Spieler und Verband können vors Berufungsgericht der FIFA gehen
Außerdem werde die Frage der Spielberechtigung der Spieler für die malaysische Nationalmannschaft vom FIFA-Disziplinarausschuss zur Prüfung an das FIFA-Fußballgericht verwiesen, hieß es weiter.
Die Spieler und der Verband haben zehn Tage Zeit, eine begründete Entscheidung zu beantragen. Diese würde dann auch veröffentlicht. Zudem können sie die Entscheidung vor der Berufungskommission des Weltverbandes anfechten. Ob die Partie auch noch gegen Malaysia gewertet wird, ließ die FIFA zunächst offen. Nach zwei Spielen führt Malaysia die Qualifikations-Gruppe um Vietnam, Laos und Nepal mit sechs Punkten an.