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Gerrard schockt Rangers mit Absage - Röhl jetzt Favorit?

kicker

Viele Fans hatten sich schon auf Steven Gerrard gefreut, nun müssen sie in einer Saison voller Tiefschläge einen weiteren verkraften. Der 45-jährige Trainer, der die Glasgow Rangers 2021 zum bislang letzten Meistertitel geführt hatte, kehrt nicht ins Ibrox Stadium zurück, um die Nachfolge von Russell Martin anzutreten. Wie zahlreiche britische Medien übereinstimmend berichten, hat Gerrard den Verantwortlichen nach Verhandlungen in London abgesagt - die BBC schreibt von einem "Schock".

Erst in dieser Woche hatte Gerrard erklärt, auf die Trainerbank zurückkehren zu wollen. "Ein Teil von mir hat immer noch das Gefühl, dass ich noch etwas zu Ende bringen muss", hatte er im Podcast seines einstigen Teamkollegen Rio Ferdinand gesagt, der allerdings bereits vor Martins Entlassung bei den Rangers aufgezeichnet worden war. Er wolle allerdings nur zu einem Klub gehen, mit dem er etwas gewinnen könne, "weil ich denke, dass das besser zu mir passt". Bis Januar war Gerrard bei Al-Ettifaq in Saudi-Arabien tätig.

Röhl überzeugte bei seiner ersten Cheftrainer-Station

Die Rangers, die eigentlich bis zum Liga-Heimspiel gegen Dundee United am Samstag (16 Uhr) einen neuen Chefcoach verpflichtet haben wollen, müssen nun umplanen und könnten dabei noch einmal auf Danny Röhl zukommen, mit dem sie Berichten zufolge ebenfalls bereits gesprochen haben.

Der 36-jährige Ex-Assistent von Hansi Flick beim FC Bayern und der deutschen Nationalelf hatte sich im Juli beim englischen Zweitligisten Sheffield Wednesday verabschiedet, der wegen finanzieller Probleme in Schieflage geraten war. Zuvor hatte Röhl die Owls bei seiner ersten Station als Cheftrainer zweimal zum Klassenerhalt geführt - in seiner ersten Saison auf dramatische Weise am finalen Spieltag, in seiner zweiten ganz souverän.

Röhl soll in den Gesprächen einen positiven Eindruck hinterlassen haben und wird beim Guardian bereits als neuer Topfavorit gehandelt. Ob die Rangers nach dem 39-jährigen Martin einem weiteren Trainer-Talent vertrauen, das noch nicht im schottischen Fußball gearbeitet hat, bleibt allerdings abzuwarten.

Auf Martins Nachfolger wartet viel Arbeit. Die Rangers, im Vorjahr zum vierten Mal in Serie Vizemeister, haben nach nur einem Sieg aus den ersten sieben Ligaspielen bereits elf Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Heart of Midlothian und neun auf Erzrivale und Titelverteidiger Celtic angehäuft und nach dem krachenden Aus in den Champions-League-Play-offs (0:3/1:6 gegen Club Brügge) auch in der Europa League einen Fehlstart hingelegt.

Martin, den die Fans im Sommer bereits mit Skepsis empfangen hatten, war vor der Länderspielpause freigestellt worden. Nach dem 1:1 beim FC Falkirk waren die Emotionen derart übergekocht, dass der Schotte gar mit einer Polizeieskorte aus dem Stadion gebracht wurde.