Aus Kölns Trainingslager in La Nucia berichtet Jim Decker
Am Sonntag absolvierte er seinen Medizincheck, am Montag flog er bereits nach Spanien und kam am Abend im Teamhotel an, am Dienstagvormittag trainiert er erstmals mit: Mit Jahmai Simpson-Pusey hat der 1. FC Köln seine erste Winter-Verpflichtung unter Dach und Fach gebracht. Der Rechtsfüßer war bislang von Manchester City an Celtic Glasgow ausgeliehen, bestritt aber lediglich eine Partie. Nun wird das Geschäft abgebrochen - und Simpson-Pusey für ein halbes Jahr nach Köln ausgeliehen.
"Jahmai ist ein talentierter Spieler, der trotz seines jungen Alters bereits Erfahrungen auf hohem Niveau sammeln konnte", sagt Sportdirektor Thomas Kessler. "Er wurde bei einem internationalen Top-Klub ausgebildet, ist spielstark und ballsicher. Mit seiner Verpflichtung erweitern wir unsere Optionen in der Innenverteidigung und schaffen die notwendige personelle Breite."
Der FC sichert sich dabei dem Vernehmen nach auch eine Kaufoption für den 1,87 Meter großen Verteidiger, City allerdings wiederum eine Rückkaufoption. Simpson-Pusey durchlief den gesamten Nachwuchsbereich der Citizens, debütierte im November 2024 in der ersten Mannschaft und kommt seitdem auf jeweils zwei Einsätze in der Champions League und in der Premier League. "Wir haben einen Innenverteidiger, der uns in Zukunft weiterhelfen wird", sagte City-Coach Guardiola über sein Talent. "Ich bin sehr zuversichtlich."
Im Sommer wurde Simpson-Pusey deswegen zum schottischen Top-Klub Celtic verliehen, um Spielpraxis zu sammeln. In der Premiership kam er allerdings über einen Kurzeinsatz nicht hinaus. Nun soll er in Köln den nächsten Schritt in seiner Karriere gehen und spricht von einem "Neustart, auf den ich mich sehr freue".
Im Defensiv-Zentrum ist der Aufsteiger nach den langfristigen Ausfällen von Luca Kilian (Kreuzbandriss) und Timo Hübers (Knieverletzung) nicht gerade üppig besetzt. Da nun auch noch Joel Schmied (Muskelverletzung im Oberschenkel) und Rav van den Berg (Rot-Sperre nach Handspiel) zum Jahresstart fehlen, herrscht in der Innenverteidigung Personalnot. Gut möglich, dass es deshalb für die Abwehr nicht allein bei der Verpflichtung von Simpson-Pusey bleibt.