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Ghana-Coach Addo dankt Schäfer: "Er ist ein sehr guter Mensch"

kicker

Dass das Heimspiel gegen die Komoren kein Selbstläufer werden würde, wusste Ghana nur allzu gut. Das Hinspiel im November 2023 hatten die Westafrikaner auf dem Inselstaat mit 0:1 verloren, doch diesmal reichte dasselbe Ergebnis den Ghanaern zum Sieg - und damit zur WM-Teilnahme, an der wegen des komfortablen Vorsprungs vor Madagaskar in der Gruppe I aber sowieso kaum mehr zu rütteln war.

In der Hauptstadt Accra haben die "Black Stars" nun die Ziellinie endgültig überschritten, zur großen Freude von Winfried Schäfer. Der 75-Jährige hatte in Ghana Anfang des Jahres den Posten des Nationalelf-Direktors übernommen. "Harte Arbeit und Teamwork, Teamwork, Teamwork", schrieb Schäfer über das Erfolgsgeheimnis bei Instagram. Erst einmal werde gefeiert, aber: "In den nächsten Wochen und Monaten werden wir hart daran arbeiten, um uns auf ein starkes Turnier vorzubereiten", so Schäfer, der als Trainer von Kamerun 2002 Afrika-Meister wurde und im selben Jahr an der WM teilnahm.

Zum fünften Mal nach 2006, 2010, 2014 und 2022 sind die Ghanaer bei einer WM-Endrunde dabei, und das wie schon in Katar mit Otto Addo an der Seitenlinie. Der ehemalige Dortmunder ist damit der erste Trainer, der zweimal mit Ghana bei einer WM dabei ist.

"Für mich persönlich ist das eine große Leistung, aber ehrlich gesagt denke ich mehr an uns", sagte der gebürtige Hamburger, der auch schwere Zeiten in den vergangenen Monaten durchlebte. Schließlich gelang es Ghana nicht, sich unter ihm für den im Dezember beginnenden Afrika-Cup 2025 zu qualifizieren, woraufhin der 50-Jährige in die Kritik geriet.

Addo: "Wir waren uns nicht immer einig, aber ..."

In der WM-Qualifikation lief es abgesehen von dem Ausrutscher auf den Komoren am 2. Spieltag rund, lediglich beim 1:1 im Tschad Anfang September ging sein Team nicht als Sieger vom Platz. Auch Schäfer hat offenbar wertvolle Impulse gegeben. "Ich finde, wir haben immer gute Gespräche", sagte Addo. "Wir waren uns zwar nicht immer einig, aber diese Diskussionen waren sehr fruchtbar. Er ist ein sehr guter Mensch. Er hat die Mannschaft immer angespornt. Und genau wie die anderen hat auch er zu unserem Sieg beigetragen."

Schäfer selbst sieht seine Rolle als Unterstützer von Addo. "Ich erkenne durch meine Erfahrung frühzeitig, wo ein Feuer entstehen könnte", sagte der ehemalige KSC-Coach der dpa, stellte jedoch auch klar: "Ich berate den Otto. Aber am Ende entscheidet er."

Ghana ist nach Marokko, Tunesien, Ägypten und Algerien das fünfte afrikanische Land, das sich für die WM qualifiziert hat. Insgesamt stehen 21 der 48 Teilnehmer für das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko fest.