26 Tore reichten Harry Kane in der vergangenen Saison locker, um sich auch in seiner zweiten Bundesliga-Saison die kicker-Torjägerkanone zu sichern. Im Rennen um den Golden Shoe verpasste der Knipser des FC Bayern die Titelverteidigung dagegen relativ deutlich: Kylian Mbappé sicherte sich mit 31 Treffern die Trophäe, die die European Sports Media (ESM) - darunter der kicker - jedes Jahr an den besten Torjäger der europäischen Ligen vergeben. Kane wurde hinter Viktor Gyökeres, Mohamed Salah und Robert Lewandowski "nur" Fünfter.
Nun nimmt der Engländer einen neuen Anlauf und befindet sich kurz vor Weihnachten in einer vielversprechenden Position. Nachdem er vor einer Woche bei der ersten Ausgabe des Golden-Shoe-Rankings gleich als Spitzenreiter eingestiegen war, verteidigte er diesen Platz nun - auch wenn er Gesellschaft auf dem Thron bekommen hat: Während sich Kane beim 4:0 in Heidenheim mit dem Treffer zum Endstand begnügen musste, traf Erling Haaland bei Manchester Citys 3:0 gegen West Ham United erneut doppelt und steht nun wie Kane bei 19 Toren, auch wenn er dafür zwei Partien mehr zur Verfügung hatte.
Der Vierte wird bald durchgereicht - Elfmeter-Experte Pavlidis klettert
Titelverteidiger Mbappé stockte sein Konto bei Real Madrids 2:0-Heimsieg gegen den FC Sevilla per Elfmeter zwar ebenfalls auf, musste Haaland aber vorbeiziehen lassen und rutschte vom zweiten auf den dritten Platz ab. Dahinter dominieren Stürmer aus kleineren Ligen das Ranking, was zu diesem Zeitpunkt nicht ungewöhnlich ist. Weiterhin Vierter ist der 32-jährige Serbe Darko Lemajic, mit mit satten 29 Treffern Rigas FS zur Vizemeisterschaft in der lettischen Virsliga verhalf.
Sein "Problem": Er kann in dieser Saison keine weiteren Punkte für den Golden Shoe mehr sammeln, weil die Saison in Lettland bereits beendet ist. Er wird also in den nächsten Wochen immer weiter durchgereicht werden. Dass er zehn Tore mehr als Kane und Haaland erzielt hat, aber dennoch hinter diesen steht, liegt daran, dass die Trefferzahl im Golden-Shoe-Ranking mit einem Faktor multipliziert wird, der sich nach der Stärke der jeweiligen Liga richtet. Europas Top-Ligen genießen den Faktor 2, die Virsliga lediglich den Faktor 1.
Auf dem Vormarsch befindet sich derweil Benfica-Torjäger Evangelos Pavlidis, der nun in den Top 20 zu finden ist. Der einstige Bochumer und Dortmunder steht nach 15 Spieltagen in Portugal bereits bei 14 Treffern, alleine in den vergangenen beiden Partien netzte er viermal ein. Kurios: Die Hälfte seiner Treffer erzielte Pavlidis per Elfmeter. Einen Fehlschuss leistete er sich noch nicht.
Erklärung: Die Tore von Spielern aus Ligen in den Top 5 der UEFA-5-Jahreswertung werden mit dem Faktor 2, Tore von Spielern aus Ligen auf den Plätzen 6 bis 22 mit dem Faktor 1,5 multipliziert. Alle anderen Spieler erhalten für ihre Tore keinen Bonus. Tore aus Play-off-Spielen einer Liga zählen nicht. Spieler, die zwischen Ligen, die nach dem Kalenderjahr spielen, und Ligen, die nicht nach dem Kalenderjahr spielen, wechseln, können ihre Punkte nicht mitnehmen.