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Groß wird Co-Trainer: Was für den Ex-Werder-Profi sprach

kicker

Einen Monat nach der Installation von Horst Steffen als neuem Cheftrainer des SV Werder Bremen ist der Klub auch bei der Suche nach einem zweiten Co-Trainer fündig geworden: Der ehemalige Werder-Profi Christian Groß assistiert dem 56-Jährigen künftig gemeinsam mit Raphael Duarte, der vor zwei Wochen verpflichtet wurde und bereits bei der SV Elversberg mit Steffen zusammen gearbeitet hatte.

Groß hatte seine aktive Laufbahn im Sommer 2024 nach 118 Spielen in fünf Jahren für die Bremer (83 Mal in der Bundesliga) beendet und sich trotz eines angebotenen Werder-Anschlussvertrags für einen Wechsel in die Scoutingabteilung von Bayer Leverkusen entschieden. "Ich als Person hatte das Gefühl: Ich will noch mal etwas Neues kennenlernen. Die Fußballwelt ist groß", hatte der Ex-Profi seinen Weggang seinerzeit erklärt.

Neuer Co-Trainer: Wie Groß überzeugte

Nun also die Rückkehr an die Weser - in veränderter Funktion: Dafür macht Groß seinen Trainerschein. Bei Werder hatte man einen längeren Prozess für die zweite Co-Trainer-Stelle angeschoben, sich mit mehreren Kandidaten und unterschiedlichen Profilen befasst. Groß überzeugte die Entscheidungsträger mit seiner Sicht auf den Fußball und seiner inhaltlichen und kommunikativen Klarheit.

Neben seiner Werder-Vergangenheit war insbesondere auch seine besondere Profi-Vita als Argument für Groß ausschlaggebend: Weil er eben nichts geschenkt bekommen hatte bei seiner späten Berufung vom langjährigen Drittligaspieler, der eigentlich mal für die U 23 des Klubs vorgesehen war, zum Bundesligaspieler (mit 30 Jahren) - bis hin zum stellvertretenden Kapitän bei den Profis.

Von Kritik begleitete Spieler-Karriere

Im kicker-Abschiedsinterview als Werder-Profi führte er vor einem Jahr aus: "Viele haben mir meinen Weg aufgrund meines vorherigen Werdegangs in der 3. Liga und der Regionalliga ja nicht zugetraut." Seine Karriere sei stets von kritischen Stimmen begleitet worden: "Selbst nach 50 Spielen wurde mir meine Bundesliga-Tauglichkeit teilweise noch abgesprochen."

Dass Groß bislang indes kaum Trainererfahrung vorweisen kann, war aus Werder-Sicht kein Ausschlusskriterium - weil man qualitativ überzeugt war und auch die Schritte in Leverkusen als wichtig für die weitere Entwicklung des neuen Co-Trainers erachtet hatte.

Groß: "Es passt menschlich und inhaltlich"

"Christian hat in unserem Auswahlprozess einen sehr guten Eindruck hinterlassen. In den Gesprächen hatte er eine große Klarheit, was seine Rolle, seine Arbeitsweisen, seine Erwartungen, aber auch seinen Blick auf die Mannschaft und die Ausrichtung des Teams angeht", erklärt Geschäftsführer Clemens Fritz. "Wir wissen, dass die Aufgabe als Co-Trainer für ihn ein neues Kapitel darstellt. Wir sind aber überzeugt, dass er diese Rolle sehr gut ausfüllen wird. Wir sehen in seiner Verpflichtung einen großen Mehrwert für uns, werden ihn aber natürlich auch dabei unterstützen, sich in dieser Rolle zu entwickeln. Grosso wird als Co-Trainer unter anderem auch im Bereich Analyse eingebunden. Hier kommt ihm die Erfahrung als Scout, die er zuletzt bei Bayer Leverkusen sammeln konnte, sehr zugute."

Auch Steffen ist mit Blick auf Groß' Spielerkarriere "absolut überzeugt, dass er sich auch mit gleichem Engagement und gleicher Akribie in seine neue Rolle einarbeiten und sehr schnell lernen wird". Die Gespräche hätten gezeigt, "dass es menschlich und inhaltlich zwischen uns passt", wird Groß von Werder selbst zitiert. "Ich freue mich darauf, mit der Mannschaft zu arbeiten und auch darauf, viele bekannte Gesichter wieder zu sehen."