Usbekistan kommt aus den Feierlichkeiten gar nicht mehr heraus. Anfang Juni machte der Fußball-Zwerg die Sensation perfekt und qualifizierte sich erstmals überhaupt für die Endrunde einer Weltmeisterschaft. Anschließend ist es Usbekistan gelungen, erstmals seit 1994 die Zentralasienmeisterschaft zu gewinnen - im Finale setzten sich die Usbeken mit 1:0 nach Verlängerung gegen den favorisierten Iran durch.
Auf den Zug der Euphorie ist mit Fabio Cannavaro nun ein namhafter Trainer aufgestiegen. Am Montag machte der usbekische Fußballverband die Verpflichtung des ehemaligen Weltklasse-Innenverteidigers offiziell. Der 52-Jährige bekommt bei seiner ersten richtigen Station als Nationalcoach - 2013 war er für einen Monat Interimstrainer von China - Unterstützung aus der Heimat.
Unterstützung aus der Heimat
Cannavaro bringt mit Co-Trainer Eugenio Albarella (zuvor bei Japan, Juventus, Udinese und Dinamo Zagreb tätig), Fitnesscoach Francesco Troise (ehemals Benevento, Udinese und Dinamo Zagreb) sowie Torwart-Trainer Antonio Chimenti (früher bei Italiens U-Teams, Sampdoria und SPAL) seinen eigenen Staff mit.
Der Weltmeister von 2006 war als Trainer bisher mäßig erfolgreich, weder bei Benevento, noch bei Udinese und Zagreb blieb er länger als fünf Monate im Amt. Erst im April ging Cannavaros Zeit in Kroatien zu Ende.
Mit Usbekistan soll es nun besser werden, Cannavaro wird das Team zur WM im kommenden Jahr in den USA, Kanada und Mexiko führen.