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Gütersloh dreimal sieglos: Hesse freut sich über "entsprechende Reaktion"

kicker

Obwohl seine Mannschaft beim torlosen Remis bei der U 21 des 1. FC Köln knapp an einem Auswärtserfolg vorbeigeschrammt war und dadurch weiteren Boden auf die Tabellenspitze in der Regionalliga West verloren hatte, zeigte sich Julian Hesse, Trainer des FC Gütersloh, alles andere als unzufrieden. "Für mich haben wir ganz klar einen Punkt gewonnen", sagte der 36-Jährige, der bereits seit Anfang März 2019 im Amt und damit der mit Abstand dienstälteste Coach der Liga ist.

"Die Kölner kamen gerade aus einer Serie von vier Siegen nacheinander und hatten eine hochkarätig besetzte Mannschaft auf dem Platz", betonte Hesse und verwies beispielsweise auf den Einsatz von Routinier Sargis Adamyan (32), der unter anderem 32 Länderspiele für Armenien bestritten sowie 90 Bundesliga- und 88 Zweitligapartien auf dem Buckel hat. "In der ersten Halbzeit hat unser Torhüter Jarno Peters mit zwei starken Paraden einen Rückstand verhindert, kurz vor Schluss hatten wir bei einem Kölner Pfostentreffer ein wenig Glück", so der FCG-Trainer. "Auf der anderen Seite hatten wir aber auch einige Möglichkeiten, um die Partie auf unsere Seite zu ziehen."

Damit spielte Hesse vor allem auf die Schlussphase an, als unter anderem ein Kopfball von Güterslohs Torjäger Patrik Twardzik vom Kölner Marvin Ajani auf der Linie geklärt wurde und der eingewechselte Paolo Maiella beim ersten Einsatz nach seiner abgelaufenen Rotsperre den Ball aus kurzer Entfernung über das leere Tor schoss. "Dennoch können wir mit dem Remis bei einem starken Gegner gut leben", so der Trainer.

Schließlich hatte der FC Gütersloh noch eine Woche zuvor beim 1:3 gegen die U 23 des FC Schalke 04 die bis dahin schlechteste Saisonleistung gezeigt und verdientermaßen die zweite Heimniederlage der Saison kassiert. "Da war ich wirklich unzufrieden mit unserem Auftritt. In Köln hat das Team die entsprechende Reaktion gezeigt", lobte der Trainer.

Obwohl die Ostwestfalen nach einer bärenstarken Rückrunde als aktueller Vizemeister in die Saison gestartet waren und von vielen Konkurrenten auch als Titelaspirant gehandelt wurden, gibt sich Hesse auch beim Blick auf das bisherige Abschneiden äußerst entspannt. "Unser Ziel ist es, im oberen Tabellendrittel mitzuspielen. Da sind wir absolut im Soll", stellt er klar. Obwohl der FCG zuletzt dreimal in Folge sieglos geblieben war, beträgt der Rückstand auf die Tabellenspitze gerade einmal vier Punkte.

Hesse geht auch davon aus, dass es in der Spitzengruppe noch sehr lange, vielleicht sogar bis zum Saisonende äußerst eng zugehen wird. "Die Liga ist in dieser Saison super ausgeglichen. Da wird jedes Spiel zu einer Herausforderung", stellt der Gütersloher Trainer klar.

Liehr gegen den Ex-Klub

Das gilt auch für das Derby am kommenden Freitag gegen den kriselnden Nachbarn SC Wiedenbrück, der nach sechs Begegnungen ohne Sieg (zwei Zähler) auf einem Abstiegsplatz rangiert. Nicht nur wegen der drei Siege in den drei zurückliegenden Duellen geht der FC Gütersloh als klarer Favorit in die Partie. "Selbstverständlich ist es unser Ziel, das Derby für uns zu entscheiden", erklärt Hesse, der nur auf Abwehrspieler Fynn Arkenberg (29/Zerrung) verzichten muss. "Wiedenbrück kämpft um den Klassenverbleib und wird uns mit Sicherheit alles abverlangen. Dafür benötigen wir unsere bestmögliche Leistung ", weiß der FCG-Trainer. Unter anderem trifft der erst vor Saisonbeginn aus Wiedenbrück geholte Mittelfeldspieler Jan-Lukas Liehr (28) auf seinen ehemaligen Verein. Den umgekehrten Weg ging Angreifer Dimitris Touratzidis (28), der damit an seine ehemalige Wirkungsstätte zurückkehrt.