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"Harte Arbeit, Teamgeist, gegenseitiges Unterstützen": Schalke mit alten Tugenden zur Herbstmeisterschaft

kicker

Nach 16 Spielen erst 8 Gegentore: Es ist kein Geheimnis, warum die Schalker in dieser Saison schon vor dem letzten Spieltag des Jahres die Herbstmeisterschaft eingetütet haben - die Defensive ist ein Bollwerk. Gegen Nürnberg blieb S04 schon zum neunten Mal in dieser Saison ohne Gegentor. Das sind Fabelwerte, von denen man in Gelsenkirchen in der Vorsaison nur hätte träumen können.

Alte Tugenden und der Zusammenhalt: "Brutal wichtig"

Sportvorstand Frank Baumann führt diese Leistungsexplosion auf die Rückbesinnung auf die alten Schalker Tugenden zurück: "Wir haben gesagt: Für was muss Schalke eigentlich stehen? Das ist harte Arbeit, das ist Teamgeist, das ist gegenseitiges Unterstützen gerade in schwierigen Zeiten. Das haben die Jungs vom ersten Tag an sehr gut gemacht", sagte er nach dem Spiel bei Sky.

Der Zusammenhalt zwischen Mannschaft und Fans sei gerade auf Schalke "brutal wichtig". Und diesen haben alle Beteiligten durch ihre herausragende Hinrunde definitiv wieder hergestellt. Mit einem derartigen Erfolgsmarsch hatte aber auch Baumann im Sommer nicht gerechnet: "Das wäre gelogen, wenn man das so erwartet hätte. Das ist eine besondere Leistung, die Trainerteam und Mannschaft da auf die Beine gestellt haben. Das kann man nicht hoch genug bewerten."

Jedoch stellte der 50-Jährige auch klar, dass noch lange nichts gewonnen ist: "Wir haben erst den 16. Spieltag. Man hat heute gesehen, dass wir jedes Spiel ans Limit gehen müssen und dass es in der 2. Liga keine leichten Spiele geben wird. Deswegen werden wir jetzt auch nicht aufhören" Der Aufstieg in die Bundesliga liege noch in weiter Ferne. Und sein Keeper Loris Karius gab nach dem Sieg auch zu Protokoll, dass die Leistungen der vergangenen Wochen trotz der guten Ausbeute nicht mehr dem entsprachen, was sich die Schalker vorstellten.

„Dass Loris kein typischer Zweitliga-Torhüter ist, da brauchen wir nicht drüber reden.“ (Frank Baumann über Loris Karius)

"Es war heute kein gutes Spiel von uns. Die letzten zwei Spiele sind wir nicht ganz so an unsere Leistungsgrenze gekommen, wo wir es auch oft 1:0 gewonnen haben, aber deutlich souveräner", sagte Karius. Es habe vor allem im ersten Durchgang die Intensität gefehlt. Die Abstände seien zu groß gewesen, was sich beim intensiven Pressing der Schalker "wie ein roter Faden" durchziehe. Er konstatierte: "Es war ein glückliches 1:0."

Karius freut sich, "den Jungs etwas zurückzugeben"

Ein glücklicher Sieg, an dem Karius selbst mit mehreren guten Paraden entscheidenden Anteil hatte. Baumann hob deshalb noch mal den besonderen Wert der Schalker Nummer 1 hervor: "Dass Loris kein typischer Zweitliga-Torhüter ist, da brauchen wir nicht drüber reden. Er hat eine unfassbare Qualität, eine Ausstrahlung. Was für uns auch wichtig war: dass er Bock hatte auf diese Aufgabe." Der Torwart sei ein entscheidender Faktor dafür, dass die Knappen erst so wenig Gegentore gefangen haben.

Und Karius war froh, dass er sich endlich mal wieder auszeichnen konnte, nachdem seine Kollegen in den vergangenen Wochen das meiste schon vor ihm wegverteidigt hatten: "Deswegen freut es mich, wenn ich den Jungs etwas zurückgeben kann, wenn wieder mehr durchkommt. Das ist ja auch meine Aufgabe, wenn die Jungs vor mir mal nicht alles wegverteidigen, dass ich dann den Rest wegmache."

Mit wie vielen Gegentoren Schalke 04 diese schon jetzt beeindruckende Hinrunde am Ende abschließen wird, entscheidet sich in der kommenden Woche, wenn Karius und Co. am Sonntag (13.30 Uhr) zum Jahresabschluss in Braunschweig gefordert sind.