Allen voran Trainer Frank Schmidt kennt die Winter auf der Ostalb natürlich, hier ist er aufgewachsen. Doch selbst er spricht von "besonderen Bedingungen" in den vergangenen Tagen. "Es waren andere Bedingungen als in den vergangenen Jahren, aber Bedingungen, die genauso gegen Köln sein werden", versucht er jedoch auch, aus dieser Vorbereitung das Positive zu ziehen. Insgeheim dürfte man sich im Lager des FCH Hoffnungen machen, dass genau diese Vorbereitung die richtige war, um die Kölner zu besiegen, die ihrerseits im Trainingslager Sonne tanken durften.
Budu Zivzivadze ist noch keine Option für die Partie gegen den Effzeh, und auch Hoffenheim-Leihgabe Hennes Behrens wird nicht im Kader stehen, was der Verein aber bereits im Vorfeld kommuniziert hatte. Ebenfalls noch mehrere Monate im Aufbau sein wird Leart Paqarada, der nach wie vor an einem Kreuzbandriss laboriert. Adam Kölle fällt krankheitsbedingt aus.
Schmidt kommt es auf die Haltung seiner Spieler an
Bis auf die angeschlagenen Spieler hätten alle anderen Akteure alle Einheiten dieser kurzen Vorbereitung mitmachen können, sagt ein zufriedener FCH-Trainer. Unter anderem "Intensität und Zweikampfverhalten" standen auf dem Programm. Doch immer wieder benutzt Schmidt das Wort "Mentalität", denn er wolle vor allem Spieler in seiner Mannschaft sehen, die eine gewisse Haltung an den Tag legen. "Wie bereit sind wir, unsere Situation zu verbessern und alles dafür zu tun, um diesen Tabellenplatz zu verlassen und um nach vorne zu kommen?", fragt Schmidt und macht so deutlich, worauf es ihm ankommt.
Eminent wichtige Spiele kommen auf den FCH in dieser anstehenden englischen Woche zu, denn nach Köln heißen die Gegner Mainz und Wolfsburg - alles direkte Konkurrenten im Abstiegskampf und in unmittelbarer Nähe platziert. "Wir haben in dem Wissen trainiert, dass in dieser englischen Woche wichtige Spiele auf uns zukommen - das ist Chance und Risiko zugleich. Idealerweise starten wir erfolgreich", weiß natürlich auch Schmidt, worum es gleich zum Start der restlichen 19 Partien geht.
Der richtige Weg soll jetzt erst eingeschlagen werden
Der FCH sei weit entfernt davon, auf dem richtigen Weg zu sein, sagt Schmidt mit Blick auf die Tabelle, in der sein Team auf dem vorletzten Platz rangiert. "Wir brauchen mehr Siege, wir brauchen mehr Torgefahr, wir haben zu viele Gegentore bekommen. Deswegen haben wir gleich mit dieser Intensität trainiert", sagt Heidenheims Übungsleiter. Dass man nach 15 Spieltagen auf dem 17. Tabellenplatz steht, das sei kein Zufall mehr. "Das ist verdient. Wir können diese Situation aber noch verbessern und da kommt es darauf an, wie bereit jeder dazu ist. Gegen Köln brauchen wir eine Mannschaft, die im ersten Spiel des Jahres mit einer klaren Identität und Mentalität Fußball spielt, die Zweikämpfe führt und eine andere Körpersprache zeigt als die, die wir in der Vorrunde gezeigt haben."
Köln hat mit 16 Zählern nur fünf mehr als die Heidenheimer und natürlich möchte Schmidt bis auf zwei Punkte herankommen an die Domstädter: "Das ist unser Ziel, aber allein deswegen wird uns das nicht gelingen." Zwar sei Köln "kein normaler Aufsteiger", doch wisse man auch an der Brenz, dass der FCH zuletzt nicht mehr häufig gepunktet hat. "Für uns ist es die Chance, eine andere Richtung einzuschlagen - und die müssen wir auch einschlagen. Wenn wir so weitermachen wie bisher, dann wird es am Ende nicht reichen", wird der FCH-Trainer deutlich.