Drei Niederlagen und noch kein Torerfolg in der heimischen MEWA-Arena, dazu das desolate 0:4 bei Aufsteiger Hamburg beim letzten Auswärtsauftritt vor der Länderspielpause - Mainz 05 steht vorm Heimspiel gegen Leverkusen am Samstag gehörig unter Druck. "Wir wissen, dass wir Tore machen und auch mal unser erstes Spiel im eigenen Stadion gewinnen müssen", bestätigte Coach Bo Henriksen am Freitag. Zugleich verbreitet der Fußballlehrer Zuversicht: "Es fehlt nur ein Erfolgserlebnis, dann sind wir wieder zurück."
Die Hoffnung ruht nicht nur auf den nominellen Stürmern
Der Offensivflaute zum Trotz betont Henriksen: "Wir haben genügend Spieler, die Tore machen können." Und bezieht dies ausdrücklich nicht allein auf die bislang aus unterschiedlichen Gründen noch nicht durchgestarteten nominellen Stürmer Nelson Weiper, Benedict Hollerbach und Armindo Sieb. "Auch Nadiem Amiri kann Tore machen, Paul Nebel, Jae-sung Lee und jetzt sogar Kaishu Sano. Es liegt nicht nur an einem Spieler oder zwei, ob die Offensive funktioniert."
Dass dies bislang nicht der Fall war, führt Henriksen nachvollziehbar auf "mangelnde personelle Kontinuität" zurück: Hollerbach fehlte längere Zeit verletzt, punktuell auch Lee, zudem Nebel Rot-gesperrt. Individuelle Klasse, die für Mainz nicht zu ersetzen ist, von den viel zitierten Automatismen ganz zu schweigen.
Der Coach beschwört die "DNA aus Power, Energie und Vertrauen"
Zugleich versteht sich von selbst: Mit Leverkusen kommt alles andere als ein Aufbaugegner. "Seit Kasper Hjulmand da ist, haben sie einen großartigen Job gemacht", so Henriksen, "das wird eine große Aufgabe für uns. Aber sie sind nicht unschlagbar." Sein Erfolgsrezept gegen den Tabellenfünften: "Power, Energie und Vertrauen ineinander - das ist unsere DNA. Wichtig ist, dass unser Pressing und der Block funktionieren. Und hoffentlich auch das Spiel mit dem Ball. Wir müssen mutig sein - aber nicht naiv."
Die Köpfe seiner Profis, versichert Henriksen nach einer intensiven Teamsitzung am Donnerstag, seien "zu 100 Prozent frei". Am Samstag gilt es, das mit Taten zu bestätigen.