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Hirsch: "So ein Spiel hast du nur einmal pro Saison"

kicker

Das vielzitierte Topspiel am Sonntagabend zwischen dem MSV Duisburg und dem SC Verl sollte sich auch zu einem solchen entwickeln - und zwar ab der ersten Minute. "Dass wir es in den ersten Minuten wild gestalten, war unser Plan", verriet Geburtstagskind und Torschütze Patrick Sussek, der auch das 3:1 von Doppelpacker Lex Tyger Lobinger vorbereitete.

Tore in der zweiten (1:0) und vierten (1:1) Minute ließen auch das Trainerherz von Dietmar Hirsch wilder schlagen, der insgesamt ein "irres Spiel, dass du nur einmal pro Saison hast" gegen die "mit Abstand spielerisch beste Mannschaft der Liga" sah. Dementsprechend hatte der 54-Jährige einiges im Taktik-Köcher: "Allein in der ersten Hälfte haben wir dreimal die Grundordnung umgestellt. Zuerst haben wir angefangen, den Gegner hoch zu pressen. Das hat nicht funktioniert, dann haben wir das umgestellt."

Die Idee sei von der Mannschaft gekommen: "Im Laufe der Woche wollten wir eigentlich defensiver spielen, aber die Jungs hatten das Gefühl, dass wir den Gegner pressen müssen." In Teilen klappte der Ansatz des Teams: So auch, als der hohe Ballgewinn gegen Berkan Taz direkt zum frühen 1:0 umgemünzt wurde.

Verls Strobl: "Da fragst du dich schon, in welchem Film du bist"

Was Hirsch besonders stolz mache, ist, dass sein Team extrem effektiv war, zudem gelitten und verteidigt habe. "Wir machen dazu zum richtigen Zeitpunkt die Tore, das war einfach irre", so der MSV-Trainer, der mit seinem Team als Aufsteiger nun wiederum auf einem direkten Aufstiegsrang steht.

"In den ersten sechs Spielen, die wir alle gewonnen haben, waren wir brutal effektiv - und heute war es noch extremer", lobte Hirsch die Abschlussstärke seiner Offensive. "Duisburg hatte aus fünf Schüssen auf das Tor vier Treffer - da fragst du dich schon, in welchem Film du bist", musste auch Verls Trainer Tobias Strobl anerkennen.

Rückschlag für Borkowski

Die Defensive, in der der junge Ben Schlicke ohne Spielpraxis eine starke Leistung ablieferte, hob Hirsch ebenfalls hervor. Zur Wahrheit gehört jedoch, dass Verl mehr als zwei Tore hätte schießen können und müssen, je einmal rettete Latte und Pfosten für die Zebras. "Die Mentalität ist bei uns eine besondere Stärke, wir verteidigen mit allem, was wir haben, wir wissen um was es geht", erklärte Sussek trotzdem.

Eine bittere Diagnose gab es zu Linksaußen Dennis Borkowski, der das zwischenzeitliche 2:1 besorgte und kurz vor der Halbzeit verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. "Er war an der Wade verletzt, und das scheint jetzt wieder die gleiche Stelle zu sein. Er ist deprimiert, weil er jetzt länger gewartet hat. Wir müssen ihn aufbauen - aber wir sind eine geile Truppe und kriegen das hin", betonte Hirsch.