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Hjulmand spielt Verstecken und bangt um Tillman

kicker

Wohin deutet der Trend bei Bayer nach diesem Spieltag? Weiter nach oben nach zuletzt zwei Siegen nacheinander in der Liga? Oder kehren die Sorgen des verpatzten Saisonstarts zurück? Zu Beginn der englischen Wochen, die für Bayer 04 sieben Partien innerhalb von 22 Tagen bereithalten, stellt sich für Kasper Hjulmand die Frage, mit welchen Akteuren er daran arbeiten kann, seine bisherige Amtszeit in Leverkusen, während der er nach sechs Pflichtspielen noch ungeschlagen ist, mit dem dritten Sieg in Serie fortzusetzen kann.

Hjulmand lässt alle Personalfragen offen

Wobei der Däne wohl die meisten dieser Personalfragen bereits für sich beantwortet hat, dasselbe aber am Freitag nicht gegenüber den Medienvertretern machen wollte, als diese nach den diversen angeschlagenen Bayer-Profis fragten. "Ich werde heute nicht zu viel über einzelne Spieler sprechen. Wir haben noch eine Trainingseinheit und dann sehen wir, welche Spieler wir haben - und morgen können Sie das sehen", sagte Hjulmand, der dann noch anfügte: "Wir haben elf Spieler auf dem Platz morgen."

Selbst bei der Nachfrage, ob er sich Sorgen mache, dass der eine oder andere Spieler nicht mitwirken könne, antwortete Hjulmand nur: "Das werden wir morgen sehen." Der 53-Jährige hatte sich offensichtlich zum Versteckspiel vor seiner Rückkehr nach Mainz entschieden.

Tillman fehlte im zweiten Spiel der USA angeschlagen

Ein Fragezeichen steht definitiv hinter dem Einsatz von Mittelfeldspieler Malik Tillman, der bei der zweiten Partie der USA in dieser Länderspielperiode wegen muskulärer Probleme passen musste. Hier bleibt in der Tat abzuwarten, in welcher Verfassung der 23-Jährige zurückkehrt.

Dass sich Hjulmand auch bei Innenverteidiger Jarell Quansah und Mittelstürmer Patrik Schick nicht festlegen wollte, hatte allerdings nur rein taktische Gründe. Ergäbe sich durch diese Information quasi automatisch, dass Sechser Robert Andrich in der Dreierabwehrkette aushelfen würde und somit auch die Besetzung der Doppelsechs mit Aleix Garcia und Ezequiel Fernandez feststünde.

Bei Quansah und Schick wäre die Gefahr eines Rückschlags ohnehin zu groß

Sowohl bei Quansah, dessen Patellasehnen-Entzündung sich bei der englischen Nationalmannschaft nicht verbessert hat, als auch bei Schick, der seine Faszienverletzung im Oberschenkel noch nicht vollständig überwunden hat, ist ein Einsatz auszuschließen. Wäre das Risiko eines Rückschlags doch ohnehin zu hoch, falls die beiden Profis überhaupt spielen könnten.

Selbst bei vor der Rückkehr stehenden Akteuren, wollte Hjulmand nichts verraten, hätte dies doch Rückschlüsse auf andere Angeschlagenen zugelassen. So sagte der Trainer zu dem nach einem Achillessehnenriss vor dem Comeback im Spieltagsaufgebot stehenden Martin Terrier: "Martin ist also schon sehr nah dran. Mal sehen, ob es morgen oder in den nächsten Wochen soweit ist. Das hat nichts mit seiner Verletzung zu tun. Er ist stark und bereit. Es geht nur darum, seine Form aufzubauen."

Hjulmand benötigt Terrier als Wechsel-Alternative zu Kofane

Hätte Hjulmand Terriers Rückkehr ins Aufgebot für Mainz angekündigt, wäre damit klar, dass Schick ausfällt. Besitzt der Trainer doch für die Offensivpositionen hinter dem Mittelstürmer, auf denen Terrier in erster Linie zuhause ist, eine große Auswahl - aber eben nicht für die Rolle der Nummer 9. Diese wird wieder Christian Kofane inne haben, und Terrier, der als falsche Neun agieren kann, in Abwesenheit Schicks demnach als Alternative zum 19-jährigen Kofane auf der Ersatzbank benötigt.

Eine solche könnte sonst nur noch Nathan Tella darstellen, der nach starker Leistung bei Hjulmands Debüt gegen Frankfurt (3:1) seit einem Monat wegen Knieproblemen nicht spielen konnte, aber inzwischen wieder schmerzfrei mittrainiert hat. Dessen Schnelligkeit und Läufe hinter die gegnerische Abwehr sind spätestens am Dienstag in der Champions League gegen Titelverteidiger PSG gefragt.

„Wir tun alles, damit Tella so schnell wie möglich zurückkommt.“ (Kasper Hjulmand)

"Er hat unserem Spiel Tiefe gegeben", urteilt Hjulmand, "er ist ein guter Spieler. Wir tun alles, damit er so schnell wie möglich zurückkommt." Bestenfalls schon in Mainz, wo Jonas Hofmann in verbesserter körperlicher Verfassung eine Option darstellen wird, nachdem er in der Vorbereitung lange verletzt ausfiel.

"Jonas Hofmann hat seine Form aufgebaut. Er kommt immer näher", sagt Hjulmand über den 33-Jährigen, mit dem er bereits 2014/15 in Mainz zusammenarbeitete. Es besteht kein Zweifel daran, dass der Routinier einsatzfähig ist, der schon auf St. Pauli (2:1) und gegen Union (2:0) in der Endphase eingewechselt wurde.