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Hoffenheims Abwehr-Planung: Wie Machida mit Bernardo harmonieren soll

kicker

So viel ist sicher: Attila Szalai und Stanley Nsoki hatten ihre Chancen in Hoffenheim, beide linksfüßigen Innenverteidiger konnten sie nicht nachhaltig nutzen und stehen ohne echte Perspektive zum Verkauf. Längst haben die Kraichgauer nachjustiert und legen wohl noch nach.

Einen linksfüßigen Verteidiger hat die TSG mit dem ablösefrei aus Bochum geholten Bernardo bereits geholt. Ein ähnliches Profil besitzt der weiter umworbene Koki Machida. Bernardo kann drei Positionen spielen, den linken Part in einer Viererkette ebenso wie den in einer Dreierformation, zudem ist der Brasilianer auch als Linksverteidiger erprobt. Das soll Hoffenheims letzter Reihe zu mehr Flexibilität gegen den Ball wie auch im Aufbauspiel verhelfen. Und in Kombination mit Machida soll auch mehr Stabilität hergestellt werden.

Die Verhandlungen mit Machidas belgischem Klub Union Saint-Gilloise laufen, dort steht der 27 Jahre alte Hüne (1,90m) bis 2026 unter Vertrag. Doch nach seinen ersten beiden Jahren in Europa sieht der Nationalverteidiger Japans (17 Einsätze) die Zeit für den nächsten Schritt wohl gekommen. Nun geht es darum, sich auf eine angemessene Ablöse zu einigen, vor zwei Jahren hatte Machida nur eine Million Euro gekostet.

Parallel verhandelt die TSG weiter die potenzielle Ablöse für Leo Östigaard (25), für den seit Winter ausgeliehenen Norwegen hatte Stade Rennes zehn Millionen Euro aufgerufen, die Forderung mittlerweile aber deutlich gesenkt. Auch da scheint das letzte Wort nicht gesprochen. Östigaard ist zwar kein Linksfuß, kann aber innen alle Positionen bekleiden. Am Ende dürfte es aber heißen: Östigaard oder Machida.

Dem Japaner, der bei den Kashima Antlers groß wurde und sämtliche Auswahlteams des Landes durchlief, wird Zweikampfhärte und Kopfballstärke ebenso attestiert wie ein präzises Passspiel, zudem wird er auch mit Distanzschüssen gefährlich. Auch taktisches Feingefühl und Antizipation zeichnen ihn aus. Gelegentlich sollen Machida jedoch unbedachte Fouls unterlaufen, in diesem Punkt besteht Nachhilfe, ist ein kühler Kopf doch unverzichtbar.

Womöglich hat Machidas Konstanz auch unter der hohen Belastung gelitten, der sich der Verteidiger in der abgelaufenen Saison ausgesetzt sah. Bis Dezember hatte er in 2024 bereits 35 Spiele für Saint-Gilles und Japan absolviert, vor allem die häufigen langen Reisen forderten ihren Tribut. "Meine Leistung in dieser Saison war schlecht", erklärt der Spieler selbst. Ausgeruht könnte er alsbald der TSG helfen.