Vitalie Becker ist gerade mal 20 Jahre alt, hat sich allerdings in der Startelf der Schalker festgespielt und durfte nun beim 2:0 in Düsseldorf auch sein erstes Tor als Profi bejubeln. In der 81. Minute wurde er von Christian Gomis bedient, zog dann fein nach innen und nutzte schließlich den ihm gewährten Freiraum im Strafraum, um ins linke Eck zu vollenden. Dass sein erstes Tor auswärts fiel, war Becker herzlich egal, ohnehin dürfte sich das Gastspiel in Düsseldorf für S04 wie ein Heimspiel angefühlt haben. "Über 20.000 Schalker sind hier gewesen", stellte Becker bei Sky fest und sprach von einer "unglaublichen Atmosphäre".
Der 20-Jährige verriet dann auch noch, warum er sich beim Torjubel auf dem Weg in Richtung Trainer Miron Muslic gemacht hatte. "Ich bin dem Coach sehr dankbar. Ich stand vor der Saison noch nicht so richtig auf dem Zettel, der Trainer hat mir die Chance gegeben und ich wollte mich bedanken", so Becker und verwies aber auch darauf, dass er sich seine Einsatzzeiten auch verdient hat: "Ich habe die Vorbereitung mitgemacht und stark performt, habe alles gegeben und das hat dem Trainer gefallen. Deswegen ist es so gekommen, wie es jetzt kommt."
"Dass er das mit mir macht, hilft mir schon sehr viel."
Muslic nimmt sich aber auch die Zeit und geht auch individuell auf seine Spieler ein. Angesprochen darauf, gab Becker zu, dass es gar nicht so leicht sei, gegen Muslic anzutreten, da diese noch immer "spielnah" sei. Aber er betonte auch, dass der Coach ihn damit weiterbringe, so könne er vom 43-Jährigen lernen. "Dass er das mit mir macht, hilft mir schon sehr viel."
Fakt ist: Schalke bleibt Tabellenführer und kann sich in aller Ruhe erstmal anschauen, was die Verfolger so zustande bringen. Abheben wolle man aber nicht, betonte Becker. "Wir wissen, dass gut läuft. Aber wir bleiben bodenständig und schauen von Spiel zu Spiel. Jetzt machen wir erstmal eine gute Analyse und danach voller Fokus auf Nürnberg." Gegen die Franken wird es am Sonntag, den 14. Dezember (13.30 Uhr) ernst.