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"In die Köpfe der Spieler gekommen": Virkus und Co. über den Polanski-Effekt

kicker

Eugen Polanski hielt den Ball bewusst flach nach seinem gelungenen Einstand auf der Trainerbank der Borussia. Für den Nachfolger des entlassenen Gerardo Seoane war die Vorstellung seiner Mannschaft beim 1:1 in Leverkusen ein Schritt in die richtige Richtung, mehr aber (noch) nicht.

"Man erwartet hoffentlich von der Mannschaft und mir keine Wunderdinge. Aber wir wollen aktiv und aggressiv sein und guten Fußball spielen. Ich glaube, das haben wir heute gut gemacht", bilanzierte der 39-Jährige nach seiner Premiere als Cheftrainer in der Bundesliga.

Viele Trainingseinheiten standen dem bisherigen U-23-Trainer in den Tagen vor Leverkusen nicht zur Verfügung, um dem Team seine Spielidee näherzubringen. Trotzdem machte sich ein gewisser Polanski-Effekt in der BayArena schon bemerkbar. Die Mannschaft trat mit Struktur und Ordnung auf. Es war Teamwork, Leidenschaft und Mut erkennbar. Die Fohlenelf vermittelte ein komplett anderes Bild als beim 0:4-Debakel gegen Werder Bremen, das Seoane letztendlich den Job kostete.

"Wir haben sehr viel Energie bei der Mannschaft gesehen. Sie hat an sich geglaubt. Eugen ist in die Köpfe der Spieler reingekommen. Er hat die Überzeugung, in Leverkusen etwas holen zu können, auf die Mannschaft übertragen", lobte Sport-Geschäftsführer Roland Virkus.

Ähnlich äußerte sich Haris Tabakovic nach dem Abpfiff. "Der Trainer hat mit seiner Energie in dieser Woche die Leidenschaft vorgelebt", sagte der Torschütze zum späten 1:1-Ausgleichstreffer. "Das ist das A und O, dass wir diese Leidenschaft auf den Platz bringen, Verantwortung übernehmen und als Mannschaft agieren."

Virkus schließt Dauerlösung nicht aus

Rocco Reitz, der die Fohlen in Abwesenheit des verletzten Tim Kleindienst wieder als Kapitän auf den Platz führte, meinte: "Wenn jemand Neues auf der Position ist, ist da immer was möglich. Eugen hat das sehr gut gemacht, hat alle Spieler mitgenommen, die richtigen Worte gefunden. Das hat man heute an der Einstellung von jedem Einzelnen gesehen. Darauf können wir stolz sein."

Ganz klar, ein erstes Empfehlungsschreiben hat Polanski in Leverkusen abgegeben, um zur Dauerlösung auf der Trainerposition zu werden. "Wir stehen zu 100 Prozent hinter Eugen. Die Formulierung bis auf Weiteres bleibt. Aber im Fußball gibt es immer Dynamiken, da kann sich immer etwas entwickeln", sagte Virkus. Die nächste Aufgabe für Polanski und die Borussen heißt am Samstag Eintracht Frankfurt. Dann wird es auch Zeit für den ersten Saisonsieg.