Ghana hat am Sonntag vorgelegt, Kap Verde den zweiten Matchball verwandelt - nun dürfen weitere Nationen nachziehen: In der afrikanischen WM-Qualifikation sind inzwischen sechs der neun Direkttickets ausgestellt, die restlichen drei werden an diesem Dienstag vergeben. Anschließend spielen die vier besten Zweitplatzierten einen Teilnehmer für das Play-off-Turnier im kommenden März aus.
Senegal und Elfenbeinküste können am Dienstag folgen
Kap Verde musste am Montag gegen den Tabellenletzten Eswatini gewinnen, um die Überraschung zu schaffen und den Angriff von Kamerun (parallel gegen Angola) abzuwehren. Den ersten Matchball hatte der Archipel - auch wegen einer bitteren Fehlentscheidung - beim 3:3 in Libyen zuletzt vergeben. Gegen Eswatini klappte es aber, durch das 3:0 fährt Kap Verde erstmals zur WM.
Mindestens genauso überraschend wäre eine erstmalige WM-Qualifikation von Benin (17 Punkte) statt Südafrika (15) oder Nigeria (14). Hier fällt die Entscheidung in Gruppe C am Dienstag um 18 Uhr, wenn Benin mit dem St. Paulianer Andreas Hountondji und dem ehemaligen Augsburg-Stürmer Steve Mounié sowie Trainer Gernot Rohr zum letzten Spieltag in Nigeria antritt - und Südafrika parallel Ruanda empfängt.
Senegal reicht am Dienstag (21 Uhr) gegen Mauretanien ein Remis, wenn die DR Kongo gleichzeitig keinen Sieg mit sieben Toren Differenz über Sudan einfährt. Um sicherzugehen: In jedem Fall ist Senegal mit einem Dreier qualifiziert.
Auch die Elfenbeinküste steht dicht vor dem Ziel. Ebenfalls am Dienstag (21 Uhr) muss ein Heimsieg gegen Kenia her, um die Angelegenheit niet- und nagelfest zu machen. Andernfalls könnte Gabun (einen Punkt dahinter) zu Hause gegen Burundi ohne den gesperrt fehlenden Viererpacker Pierre-Emerick Aubameyang noch vorbeiziehen.
In Nord- und Mittelamerika ist noch einiges offen
In Nord- und Mittelamerika werden drei weitere Teilnehmer gesucht, nachdem die USA, Kanada und Mexiko schon als Gastgeber sicher dabei sind. Dort stehen allerdings in der dritten und finalen Runde noch drei Spieltage aus. In der laufenden Länderspielperiode wird daher noch keine Entscheidung fallen.
Curacao mit Trainer Dick Advocaat hat als Führender der Gruppe B gute Karten für eine nächste Sensation, während in Gruppe A und C jeweils zwei Nationen punktgleich vorn liegen: Surinam und Panama beziehungsweise Haiti und Honduras.