Die Freude über den Schalker Vorbereitungsstart mit Volksfest-Charakter war groß: Erwartungsfroh schauten rund 3000 Zuschauer beim ersten Aufgalopp unter dem neuen Trainer Miron Muslic zu - nicht nur ihn bekam das Publikum erstmals auf dem Übungsplatz zu Gesicht, sondern auch die Sommerzugänge Timo Becker und Soufiane El-Faouzi.
Freudig blicken die Königsblauen zudem auf den Genesungsverlauf von Loris Karius. Der Torwart hatte sich im März eine schwere strukturelle Muskelverletzung in der Wade zugezogen, was den Klub aber nicht davon abhielt, den ausgelaufenen Vertrag des Ex-Liverpool-Keepers zu verlängern. Karius wurde bereits zur künftigen Nummer 1 erklärt.
"Bei Loris wird es noch ein paar Wochen dauern, aber es geht gut voran", sagt Sportdirektor Youri Mulder. "Trotzdem wollen wir natürlich vorsichtig sein." Die Gelsenkirchener sind zuversichtlich, dass der 32-Jährige spätestens im Trainingslager (7. bis 14. Juli im Stubaital) ins Mannschaftstraining integriert werden kann.
Vorsichtiger Umgang mit Höjlund
Nicht dramatisch klingt die Situation auch bei Emil Höjlund, der ebenso wie Karius zum Auftakt nur individuell trainierte. "Emil ist sehr gut aus dem Urlaub zurückgekommen", sagte Mulder. "Aber wir wissen doch alle: Wenn du von 0 auf 100 startest, ist es nie gut. Wir wollen bei Emil etwas moderieren." Die dänische Sturm-Hoffnung ist seit Sommer 2024 bei Schalke 04, stand aber verletzungsbedingt in weiten Teilen der vergangenen Saison nicht zur Verfügung.
Neuen Frust gibt es bei Innenverteidiger Tomas Kalas, sein Knie macht weiterhin Probleme. Sogar ein längerer Ausfall droht, dies deutete Mulder an: "Es ist schon ein bisschen ernsthafter", sagte der Sportdirektor. "Wir müssen vorsichtig sein" - eine "gute Diagnose" sei nun besonders wichtig.
Genaueres wollte der "Eurofighter" nicht verraten. Aus der Vergangenheit ist bekannt, dass der robuste und kopfballstarke Innenverteidiger hartnäckige Schwierigkeiten mit der Patellasehne hat. Der Vertrag des 32-Jährigen gilt noch bis 2027.