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Karlsruher U 23: Oberliga angenommen, Regionalliga im Visier

kicker

Am 11. Spieltag hatte die "Rasselbande" von Trainer Dietmar Blicker den damaligen Tabellenführer VfR Mannheim mit 2:1 gestürzt und eine Woche zuvor beim VfR Aalen einen Punkt geholt. "Insgesamt haben wir von den letzten zehn Spielen nur eines verloren. Wir sind mit unserer sehr jungen Mannschaft in der Liga angekommen", sagt der zufriedene Trainer nach dem Vorrücken auf Platz acht, womit der KSC II derzeit der beste Aufsteiger ist.

Der Klassenerhalt ist für den 55-Jährigen aber keine Formsache. "Es können bis zu sechs Mannschaften absteigen, da werden viele Vereine um den Klassenerhalt kämpfen. Unser klares Ziel ist es, in der Liga zu bleiben und uns danach zu stabilisieren." Perspektivisch wollen die Badener mit ihrer erst vor zwei Jahren wieder ins Leben gerufenen U 23 in die Regionalliga aufsteigen. Blicker nennt einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren, aber dies lasse sich schwer planen.

"Die Oberliga Baden-Württemberg ist stark"

Zunächst sollen die KSC-Talente, die sechsmal die Woche unter Profibedingungen trainieren, möglichst viel Einsatzzeit in der Oberliga sammeln. "Die Oberliga Baden-Württemberg ist stark und braucht sich hinter mancher Regionalliga nicht zu verstecken. Von daher ist es für einen 18- oder 19-Jährigen ein gutes Niveau, um sich an den Herrenfußball zu gewöhnen", erklärt Blicker, der es eigentlich eher mit einer U 21 als mit einer U 23 zu tun hat. Beim Spiel in Essingen hatte die Startelf ein Durchschnittsalter von 21 Jahren, die "Erfahrenen" im Team sind die Abwehrspieler Marlon Dinger (24) und Fynn Geigle (23).

"Ältere Mentoren können helfen, aber wir haben uns in diesem Fall bewusst dagegen entschieden, denn die klare Philosophie lautet, junge Spieler auszubilden", sagt Blicker, der die Oberliga aus seiner Zeit beim ATSV Mutschelbach kennt und in der Vergangenheit auch schon Leiter der Nachwuchsabteilung beim KSC war. "Im Moment funktioniert die Verzahnung von U 19 zu U 23 und von U 23 zu den Profis sehr gut, weil sich die Verantwortlichen gut kennen und alle im Verein bei dem Konzept mitziehen."

Unter Eichner in der Jugend

KSC-Chefcoach Christian Eichner hat Blicker auch schon in der Jugend trainiert. Während seine Mannschaft auf der Ostalb einen Punkt in einem guten Oberliga-Spiel mit ordentlich Tempo erkämpfte, saßen mit Robert Geller (21) und Mateo Kritzer (19) zwei Blicker-Schützlinge bei der Zweitliga-Partie im Wildparkstadion gegen den 1. FC Kaiserslautern (2:3) auf der Bank. Einige Talente trainieren regelmäßig oder dauerhaft bei den Profis mit und haben schon Minuten gesammelt, manche bekommt Dietmar Blicker deshalb nur im Abschlusstraining zu Gesicht. "Aber ein richtiger Profi ist man erst, wenn man ein paar Spiele oben gemacht hat. Deshalb stimmt es nicht, wenn uns gerne unterstellt wird, wir hätten Profis dabei."

Zur Halbzeit nach einem verwandelten Foulelfmeter in Führung liegend, leitete ein individueller Fehler den Ausgleich für Gastgeber TSV Essingen ein. "Dagegen sind gerade wir bei so vielen jungen Leuten natürlich nicht gefeit."