Für den SC Freiburg war es ein Start nach Maß in die Europa League, der FC Basel ging am Mittwochabend derweil leer aus. Das 2:1 für den Sport-Club war am Ende verdient, die Gäste aus der Schweiz seien laut Trainer Ludovic Magnin "nicht gut genug" gewesen.
Der ehemalige Bundesliga-Profi (197 Spiele für Stuttgart und Bremen) haderte hinterher aber nicht nur mit der Leistung seiner Mannschaft, sondern auch mit der Technik im Freiburger Europa-Park-Stadion. "Ich hatte keine Verbindung auf der Bank", beklagte Magnin. "Das ist etwas, das ich nicht verstehen kann. Wir konnten die Bilder nicht sehen", so der 46-Jährige, der später noch hinzufügte: "Wir sind in 2025, gehen in ein top modernes Stadion - und der Gegner hat kein Signal."
Im Profifußball ist es längst üblich, dass sich Trainer und Betreuer während einer Partie bestimmte Szenen noch einmal auf der Bank anschauen, um direkt in die Analyse zu gehen. In Freiburg konnte der Staff des FCB auf ihren Bildschirmen aber wohl nichts sehen.
Dabei wäre vor allem in Minute 56 ein Blick auf das Tablet wünschenswert gewesen, als Maximilian Eggestein Freiburgs zwischenzeitliches 2:0 erzielte. Der Kopfball, den Basels Keeper Mirko Salvi eigentlich parieren konnte, landete um Millimeter hinter der Torlinie. Referee Luis Miguel Godinho (Portugal) erkannte das Tor zunächst nicht an, konnte sich aber auf die Torlinientechnik verlassen, die ihm letztlich das Signal gab.
"Wenn das uns mal auswärts passiert, ärgere ich mich sehr darüber. Sollte das so sein, entschuldige ich mich an dieser Stelle", hatte Freiburgs Coach Julian Schuster Verständnis für Basels Ärger. "Das hat auch etwas mit Fairplay zu tun." Von seinem eigenen Trainerteam habe er derweil keine Hinweise bekommen, dass es womöglich kein Signal empfangen habe. Man werde es dennoch "auf jeden Fall überprüfen", kündigte Schuster an.
Die Überprüfung hat nun ergeben, dass die gesamte Infrastruktur sowie die Netzwerktechnik an den Bänken während des gesamten Spieltags voll funktionsfähig waren und es zu keiner Zeit einen technischen Ausfall oder eine Störung gab, erklärte der SC auf Nachfrage am Donnerstag.
Demnach konnte das Freiburger Trainerteam auf der Bank sowie Analysten beider Teams in vollem Umfang auf die Spielszenen zurückgreifen. Das legt den Schluss nahe, dass es sich auf der Basler Bank möglicherweise um ein Software-Anwendungsproblem gehandelt haben könnte.