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Kleeblatt-Coach Hilbert bleibt positiv: "Wir haben alles - was fehlt, sind die Punkte"

kicker

Der Fürther Trainer bewertet die sportliche Situation dennoch eher positiv: "Der Punktgewinn gegen Wacker war eine gute Reaktion auf das deutliche 2:5 in Unterhaching. Abgesehen von der Pleite in Haching und der ersten Halbzeit in Aubstadt (1:2, Anm. die Red.) haben wir immer ordentliche Leistungen gebracht und entwickeln uns in die richtige Richtung." Von den sechs Saisonniederlagen verloren die Grün-Weißen fünf mit nur einem Tor Unterschied, häufig war man dem Ausgleich sehr nahe. Hier liegt für Hilbert das Hauptmanko: "Es war schon zu wenig Ertrag bisher. Da haben wir uns mehr erwartet. Wir tun alles dafür, künftig mehr Zählbares mitzunehmen."

Für das Team des Ex-Profis, in dem in den ersten zwölf Partien schon 31 Akteure zum Einsatz kamen, stehen bisher nur zwei Siege und vier Remis zu Buche. Zu Hause sind die Fürther noch sieglos. Aber bei aller Ergebnistristesse lohnt sich ein genauerer Blick auf die bisherige Saison, in der die Mittelfranken durchaus einige Erfolge auf anderer Ebene vorweisen können. Mit Keeper Theo Menapace und Mittelfeldspieler Dominik Spath haben zuletzt zwei 17-Jährige ihr Regionalliga-Debüt gegeben. Zudem kamen neun weitere Spieler zum Einsatz, die aktuell noch keine 20 Jahre alt sind. Der Jugendstil nimmt beim Kleeblatt seit Jahren eine zentrale Rolle ein.

Ziel: Durchlässigkeit zum Profikader

Nicht ohne Stolz verweist Hilbert auf die Durchlässigkeit zwischen U 23 und dem Zweitliga-Kader. David Abrangao hat zuletzt als Joker gegen Hannover 96 sein Profidebüt gegeben und kurz vor Schluss den 2:2-Endstand erzielt. Marlon Fries schnupperte in der ersten Runde des DFB-Pokals erstmals Profiluft. Und Raul Marita stand schon dreimal im Spieltagskader des Zweitligisten. "Unser Ziel ist eine möglichst hohe Durchlässigkeit", erklärt Hilbert und zählt seine Schützlinge auf, die beim 1:0-Testspielsieg gegen Bundesligist Heidenheim vergangene Woche zum Einsatz kamen. "Ich freue mich, wenn die Jungs nicht mehr zur U 23 zurückkommen", verblüfft Hilbert, um dann augenzwinkernd hinterherzuschieben: "Weil dann haben sie es geschafft."

Mit Blick auf die anstehenden fordernden Aufgaben beim Aufstiegsaspiranten Würzburg, gegen zuletzt formstarke Ansbacher und Bayern München II könnte man meinen, dass Hilbert sein Humor abhandenkommen könnte. Aber der ehemalige A-Nationalspieler geht zuversichtlich in die nächsten Spiele: "Eigentlich stimmt mich alles optimistisch. Wir haben Qualität im Kader, in den meisten Spielen waren wir Minimum auf Augenhöhe. Aber klar ist auch, dass die Jungs mal wieder ein Erfolgserlebnis brauchen. Wir haben alles. Was fehlt, sind aktuell noch die Punkte." Dabei kann Hilbert aus dem Vollen schöpfen, das Verletzungspech hat bisher nicht in Fürth vorbeigeschaut. Außerdem ist das kleine Kleeblatt gegen die Würzburger Kickers seit drei Partien ungeschlagen, eine Serie, die man gerne ein wenig verlängern würde.