Ihre größten Erfolge feierten Mo Salah (33) und Sadio Mané (33) im Trikot des FC Liverpool gemeinsam: Champions-League-Sieger und Weltpokalgewinner 2019, ein Jahr später die heiß ersehnte erste Englische Meisterschaft der Reds nach 30 Jahren. Ihr Trainer damals: Jürgen Klopp (58), aktuell Head of Global Soccer bei Red Bull, der beim LFC von 2015 bis 2024 eine Ära prägte.
Dass solche Bezüge bei Begegnungen aller Art immer wieder eine Rolle spielen, versteht sich von selbst. Natürlich auch rund ums Halbfinale beim Afrika-Cup am Mittwoch, als sich Salah und Mané mit ihren Nationalmannschaften wieder einmal als Rivalen gegenüberstanden. Zum Helden des Abends avancierte dabei Mané: Der zwischenzeitliche Münchner (2022/23), seit zweieinhalb Jahren bei Al-Nassr in Saudi-Arabien unter Vertrag, schoss den Senegal mit seinem Siegtreffer zum 1:0-Erfolg über Ägypten und Salah ins Finale am Sonntag gegen Gastgeber Marokko.
„Ich würde Sadio selbstverständlich gönnen, dass er das Ding jetzt auch nach Hause holt.“ (Jürgen Klopp)
Auf der folgenden Pressekonferenz äußerte sich Mané dann als würdiger Triumphator über den unterlegenen Salah: "Er ist einer der Besten der Welt, der immer alles fürs Team gibt. Aber Niederlagen sind ein Teil des Fußballs." Und nach einer Journalistenfrage wurde plötzlich auch Klopp zum Thema: "Er ist ein großartiger Trainer", erklärte Mané, "nach wie vor einer der besten der Welt. Ich werde immer großen Respekt haben vor diesem Mann und dem, was er für mich getan hat." Dass Klopp lieber Salah hätte gewinnen sehen, werde er seinem früheren Coach deshalb "nicht übelnehmen", so der Matchwinner.
Angebliche Äußerung ist offenkundig vollkommen haltlos
Der Haken bei der Geschichte: Für Klopps via Journalisten kolportierte, angebliche Äußerung, wonach er Salah den Finaleinzug mehr gewünscht habe, ist offenkundig vollkommen haltlos. Das stellte der zweimalige Welttrainer des Jahres am Donnerstag im Gespräch mit dem kicker klar: "Wie sollte ich zu so einer Aussage kommen? Das entbehrt jeder Grundlage - und dann muss ein ehemaliger Spieler von mir darauf antworten. Das ist doch verrückt."
Seinen beiden früheren Schützlingen hätte er vor der Partie den Erfolg gleichermaßen gegönnt. "Ich freue mich für Sadlo, dass er im Finale steht, genauso wie ich mich für Mo gefreut hätte. Und jetzt würde ich ihm selbstverständlich gönnen, dass er das Ding am Sonntag auch nach Hause holt."