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Knackt Hertha den Rekord von 1981?

kicker

Der eine oder andere hat kleinere Blessuren. Die letzten Fragen personeller Art mit Blick auf das Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg am Sonntag (13.30 Uhr, LIVE! bei kicker) wird bei Hertha BSC somit erst das Abschlusstraining tags zuvor beantworten. In der Viererabwehrkette, in der Trainer Stefan Leitl beim 6:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern im DFB-Pokal-Achtelfinale mit Linus Gechter, Toni Leistner, Marton Dardai und Niklas Kolbe auf vier gelernte Innenverteidiger gesetzt hatte, zeichnen sich Veränderungen ab.

Karbownik und Zeefuik drängen in die Startelf

Der im Pokal letztmalig gesperrte Deyovaisio Zeefuik steht ebenso parat wie Michal Karbownik, dessen Formkurve in den vergangenen Wochen stieg und der gegen den FCK in der Schlussphase eingewechselt wurde. "Wir wollten auf die vielen Diagonalbälle von Lautern reagieren, deswegen haben wir in der Kette sehr, sehr groß aufgestellt", sagt Leitl. "Mit Deyo und vor allen Mika Karbownik war ich in der Vergangenheit sehr zufrieden. Die Tendenz geht schon dahin, wieder ein bisschen mehr Offensive auf dem Flügel zu bringen."

Das Heimspiel gegen Magdeburg soll die englische Woche nach den Siegen in Kiel (1:0) und gegen Kaiserslautern abrunden. Die Berliner, die aktuell bei sieben Pflichtspielsiegen in Serie stehen, strotzen vor Selbstvertrauen - erst recht seit dem Kantersieg im Pokal, dem höchsten Pflichtspielerfolg seit August 2013. "Das gilt es, in Energie umzuwandeln und das Tagesgeschäft anzunehmen", erklärt Leitl. "Das Tagesgeschäft heißt Magdeburg am Sonntag."

Trotz Platz 18: Leitl warnt vor dem FCM

Ungeachtet der Tabellen-Konstellation warnt Herthas Coach vor dem Gegner: "Die Magdeburger haben wieder ihren Weg gefunden, wie sie spielen wollen. Sie spielen einen sehr guten Ball und sind auch sehr überzeugt aus dem Pokalspiel gegen Leipzig (1:3, d. Red.) rausgegangen. Das ist eine Mannschaft, die sehr gefährlich sein kann, weil sie unbedingt Punkte braucht, um den Anschluss zu halten, und eine Art zu spielen hat, die eine hohe Disziplin verlangt.“

Zum Aufstieg reichte es trotz der Rekord-Serie 1981 nicht

Mit aktuell sieben Pflichtspielsiegen in Folge steht Leitls Team kurz davor, sich in den Vereins-Annalen zu verewigen. Der Klub-Rekord steht bei acht Siegen in Serie, aufgestellt zwischen dem 7. Februar und dem 14. März 1981. Damals schlugen die Berliner mit Leistungsträgern wie Thomas Remark, Werner Killmaier und dem späteren Bremer Yasuhiko Okudera unter Trainer Uwe Klimaschefski in der Staffel Nord der 2. Liga den 1. FC Bocholt (5:0), Lokalrivale Tennis Borussia Berlin (4:1), Holstein Kiel (5:1), die SpVgg Erkenschwick (4:1), Fortuna Köln (5:1) und Union Solingen (4:2) sowie im DFB-Pokal Bayer Uerdingen (5:1/Achtelfinale) und Fortuna Düsseldorf (2:1/Viertelfinale).

Allerdings landete Hertha seinerzeit am Saisonende in der Nord-Staffel hinter Werder Bremen, das mit Süd-Sieger Darmstadt 98 direkt aufstieg, und Eintracht Braunschweig, das den Aufstieg in zwei Spielen gegen den Süd-Zweiten Kickers Offenbach klar machte, nur auf Platz 3. Die Rückkehr in die Bundesliga gelang erst im Jahr darauf unter Klimaschefskis Nachfolger Georg Gawliczek. Diesmal will Hertha nach Möglichkeit alles in einer Saison unterbringen - die geschichtsträchtige Siegesserie und den Aufstieg.