Arminia Bielefeld legte einen perfekten Start im Sommer hin, der DSC nahm die Euphorie der Aufstiegssaison, die nebenbei noch ins Pokalfinale führte, eine Etage höher mit. Nach dem 5. Spieltag lagen die Ostwestfalen mit starken zehn Punkten auf dem dritten Tabellenrang.
Anschließend aber führte der Fahrstuhl wegen vier Niederlagen am Stück nach unten. Mit dem 2:0 gegen Elversberg und dem 4:0 gegen Karlsruhe konnte Bielefeld zwar noch einmal Ausrufezeichen setzen, doch seit der Länderspielpause Mitte November geht bei der Arminia fast nichts mehr.
In den drei Spielen seitdem setzte es drei Niederlagen bei nur einem einzigen Tor. Dieses fiel nach einem Standard, beim 1:2 gegen Münster traf Joel Grodowski vom Punkt aus. Ansonsten präsentierte sich die Abteilung Attacke der Ostwestfalen von ihrer harmlosen Seite.
"Im Endeffekt waren es alles ähnliche Spiele", sagte Bielefelds Trainer Mitch Kniat bei Sky nach dem 0:1 beim VfL Bochum. "Sie waren ganz okay, aber trotzdem haben fünf bis zehn Prozent gefehlt." Was für den 40-Jährigen der Grund ist, weshalb sein Team aktuell die engen Partien "auf Augenhöhe" verliert: "Wenn diese Prozentpunkte fehlen, wird es schwer, in der 2. Liga Spiele zu gewinnen."
"Glück musst du dir erarbeiten"
Noch ist die Lage nicht bedrohlich, doch bei nur noch vier Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone richtet sich der Blick zwangsläufig nach unten. "Wir sind über dem Strich, aber wir brauchen auch nichts schönzureden", sagte Kniat, der sich aber sicher ist, den Turnaround noch vor der Winterpause zu schaffen. "Ich bleibe dabei, es gibt kein Glück und Pech, das Glück musst du dir erarbeiten." Und hier wird er den Hebel ansetzen, sprich: "Noch mehr investieren, noch fleißiger werden."
Allerdings haben es die Partien bis Weihnachten in sich: Am kommenden Samstag (13 Uhr) gastiert der 1. FC Kaiserslautern auf der Alm, im letzten Pflichtspiel des Jahres (19. Dezember) führt der Weg die Arminen dann in die Hauptstadt zu Hertha. Zwei knifflige Aufgaben, dennoch soll sich das Punktekonto vor den Feiertagen noch füllen: "Wir werden das hinbekommen, da braucht sich keiner Sorgen zu machen", sagte Kniat.