"Für uns ist es ein ganz normales Spiel", sagte Vincent Kompany zu Beginn der Pressekonferenz am Montagabend. Für die Bayern sehr wohl, für den Gegner aus Zypern so gar nicht. Pafos, erst 2014 gegründet, hat sich zum ersten Mal überhaupt für die Champions League qualifiziert und blickt nach dem 0:0 in Piräus zum Auftakt nun auf sein erstes Heimspiel. Das findet im Übrigen im Alphamega Stadium in Limassol statt.
"Wir haben uns komplett auf den Gegner vorbereitet. Das ist eine gute Mannschaft, die gute Prinzipien hat, wenn sie viel Zeit und Raum bekommt, kann sie uns in jeder Phase wehtun", weiß Konrad Laimer und fügte an: "Wir müssen unsere Leistung zu jeder Zeit auf den Platz bringen - es ist Champions League." Ähnlich sieht es auch sein Coach, der "Respekt vor dem Gegner" hat. "Sie hatten keinen leichten Weg in die Champions League. Wir wissen schon, was auf uns zukommt."
Pafos musste über die Qualifikation gehen, kämpfte sich durch gleich drei Qualifikationsrunden und steht jetzt eben erstmals im Hauptfeld der Königsklasse. Gegen den großen FC Bayern wäre natürlich schon ein Punktgewinn eine kleine Sensation.
Kompany hat ähnliches Gefühl wie bei der Klub-WM
"Es ist ein ähnliches Gefühl wie manchmal bei der Klub-WM, bei der man gegen Gegner gespielt hat, die man nicht so oft trifft. Man muss alles einstudieren und hat vorher nicht viele Informationen. Das haben wir jetzt natürlich gemacht und haben inzwischen noch mehr Respekt vor dem Gegner", so Kompany. "Wir dürfen nicht vergessen, dass die Emotionen auch ein sehr wichtiger Faktor sind."
Die Münchner sind natürlich turmhoher Favorit und haben bisher alle sieben Pflichtspiele in dieser Saison gewonnen. In absoluter Sahneform ist Harry Kane, der beim 4:0 gegen Bremen den nächsten Meilenstein erreichte und sein 100. Tor im 104. Spiel für die Bayern erzielte.
"Das ist unglaublich. Er hat 100 Tore und ich habe nicht einmal 100 Spiele - und wir sind gleichzeitig hier angekommen", lachte Laimer, der wie Kane 2023 nach München wechselte und bei 97 Spielen für den FCB steht. "Wenn man sieht, wie er arbeitet, was er investiert - Harry ist als Kerl und als Fußballer überragend, genau so soll er weitermachen."