Marleen Schimmer verpasst die kommenden Spiele von RB Leipzig. Die 24-Jährige hat sich in der Partie gegen den 1. FC Nürnberg eine Sprunggelenksverletzung zugezogen und wird laut Vereinsangaben mehrere Wochen ausfallen. In vier der bisherigen fünf Bundesliga-Auftritte ihrer Mannschaft stand Schimmer in der Startelf und steuerte dabei von der Außenbahn zwei Tore und einen Assist bei.
In einer Medienrunde am Donnerstag legte sich RB-Trainer Jonas Stephan auf Marlene Müller als Vertreterin auf der linken Schiene fest. Diese interpretiere die Aufgabe zwar "etwas anders, verfügt aber grundsätzlich über interessante Lösungen auf der Position".
Auch Verteidigerin Julia Magerl muss mit Problemen an der Achillessehne passen, wenn am Freitagabend (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker) das Heimspiel gegen den Tabellenletzten SGS Essen ansteht. Der hat sich gerade von Teamchef Robert Augustin und Cheftrainer Thomas Gerstner getrennt. "Ein Trainerwechsel hat kurzfristig meistens einen Effekt", sagt Stephan, "daher wäre es naiv von uns, wenn wir dem keine Beachtung schenken würden."
Nach der Zweikampf-Challenge folgt wohl bald die nächste
Auch einen Wechsel der Essener Torhüterin hält der Leipziger Coach für möglich, also von der bislang wenig überzeugenden Kim-Lea Sindermann hin zu Neuzugang Luisa Palmen. In der neuen Konstellation unter der bisherigen Co-Trainerin Jessica Wissmann habe die SGS aber auch nur wenig Zeit gehabt: "In zwei, drei Tagen kann man nicht das ganze Spiel auf links krempeln." Das plant Stephan auch nicht für sein Team, obwohl es seit Saisonbeginn unter den Erwartungen bleibt. Vier Punkte aus fünf Spielen für die ambitionierten Sachsen sprechen eine klare Sprache.
Stephan verriet schon, dass er gegen Essen ein 3-4-3-System spielen lassen wird. Und dass nach seiner Zweikampf-Challenge samt Startelf-Wildcard in der Vorwoche bald die nächste Aktion starten wird - nämlich für die Offensivkräfte: Wie viele Tore schießt welche Spielerin in einer Trainingswoche? "Das werden wir zeitnah mal für uns auswerten, wenn wir wieder eine volle Trainingswoche haben, möglicherweise sogar in der nächsten Woche", sagt der 33-Jährige.
Für die aktuelle Vorbereitung auf Essen ließ er sich mit seinem Trainerteam noch etwas anderes einfallen: Am Donnerstag spielte es via Spotify und Youtube Torhymnen von einigen großen Vereinen im Training ab: von Real Madrid über Benfica Lissabon und den FC Bayern bis zu RB Leipzig. "Das hat für eine tolle Stimmung gesorgt und war mit ein paar Torjubeln verknüpft." So sei die Mannschaft noch positiver aus dem Abschlusstraining herausgegangen.