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Lerch und die Offensivfrage: Wer sorgt gegen Werder für Tore?

kicker

Es ist wohl die wichtigste Frage, die sich vor dem Duell mit Werder Bremen an diesem Mittwoch (19 Uhr) stellt: Kann Alexandra Popp spielen oder nicht? Die Angreiferin des VfL Wolfsburg, die in den bisherigen drei Spielen ein Tor uns einen Assist beigesteuert hatte, musste am vergangenen Sonntag beim 1. FC Köln (2:1) vorzeitig vom Feld, nachdem sie sich bei einem Zusammenprall mit ihrer ehemaligen Teamkollegin Marina Hegering eine Prellung des rechten Unterschenkels zugezogen hatte.

Derzeit ist ein Einsatz Popps gegen Bremen noch vollkommen offen. Fest steht hingegen bereits der Ausfall von Torjägerin Lineth Beerensteyn (Sehnenverletzung), die auch am Wochenende im DFB-Pokalspiel bei Regionalligist ATS Buntentor nicht zum Einsatz kommen wird. Stattdessen rücken die U-20-Offensivspielerinnen Linnea Saelen und Anny Kerim-Lindland in den A-Kader auf.

Lerch setzt auf Zweikampfhärte und Kompaktheit

Sollten Popp und Beerensteyn tatsächlich gleichzeitig ausfallen, wäre das für Trainer Stephan Lerch "eine enorme Power nach vorne, die uns fehlt". In Köln waren die beiden Angreiferinnen immerhin an 11 von 18 Torschüssen beteiligt. "Das ist schon eine Aufgabe, beide zu ersetzen, aber andere werden das auch gut machen", ist sich Lerch sicher. Wenn Popp als kopfballstarke Zielspielerin ausfällt, müsse der VfL jedoch seine taktische Spielweise umstellen, mehr durchs Zentrum kommen und weniger mit Flanken über die Flügel agieren.

Nach dem "sehr intensiven Duell gegen Köln" fordert der Trainer von seiner Mannschaft nun auch gegen Bremen die gleiche Intensität in den Zweikämpfen. "Wir haben den Vorteil auf unserer Seite, weil wir das schon gegen Köln auf den Platz gebracht haben. Am Anfang sind wir nicht über Kontrolle ins Spiel reingekommen, weil Köln sehr aggressiv gespielt hat. Aber wir haben die Zweikämpfe hervorragend angenommen. Das ist die Basis, um solche Spiele anzugehen, deshalb ist mir gegen Bremen nicht Angst und Bange." Der VfL müsse jedoch ruhig bleiben und auf seine Momente und Chancen warten. "Dann sind wir in der Lage, auch solche Spiele noch für uns zu entscheiden."

Bremen stellt die beste Scorerin der Liga

Mit Offensivakteurin Larissa Mühlhaus stellt Bremen derzeit die beste Scorerin der Liga (2 Tore, 4 Assists), punktgleich mit Hoffenheims Selina Cerci. Einzelne Spielerinnen als Fixpunkt herauspicken will Lerch jedoch nicht. "Wir dürfen uns nicht auf eine einzige Spielerin wie Mühlhaus konzentrieren, sondern müssen präsent sein in der Defensive, im Umschaltverhalten und jeden Konter im Keim ersticken." In den ersten drei Spielen sei bereits auffällig gewesen, wie schnell sich der VfL in eine geordnete Verteidigung zurückziehen könne.

Generell ist Lerch aufgefallen: "Auch die vermeintlich kleineren Teams brauchen nicht mehr so viele Chancen, um ein Tor zu erzielen, um Nadelstiche zu setzen. Es ist egal, ob du im Spiel 70 Prozent Ballbesitz hattest - am Ende ist Fußball ein Ergebnissport", spielt der Trainer auf das 0:0 des FC Bayern gegen Carl Zeiss Jena an.

Auch Bremen habe sich in den bisherigen drei Spielen (ein Unentschieden, zwei Siege) gut präsentiert "und wird mit viel Selbstvertrauen zu uns kommen. Zudem haben sie mit Friederike Kromp eine neue, erfahrene Trainerin, die neue Ideen einbringt. Das gibt einen zusätzlichen Push", glaubt Lerch, dessen VfL aber seit über zehn Jahren nicht gegen Werder verloren hat. Das beste Ergebnis aus Werder-Sicht war in diesem Zeitraum ein 3:3 im Hinspiel der vergangenen Saison - auswärts in Wolfsburg.

Zwei Highlight-Spiele im November

Zudem hat der VfL bekanntgegeben, dass das Bundesliga-Topspiel gegen Eintracht Frankfurt am 8. November sowie die Champions-League- Partie gegen Manchester United am 19. November in der Volkswagen Arena ausgetragen werden.