Die Münchner Löwen sind in der Sommerpause. Am 28. Juni geht es mit dem Training wieder los, aktuell stehen 22 Profis in Giesing unter Vertrag. Darunter viele Talente aus dem eigenen NLZ, ein externer Neuzugang ist bislang nicht in Sicht.
Der Traditionsverein, der in der vergangenen Drittliga-Saison als Achter der Abschlusstabelle deutlich hinter den hohen Erwartungen zurückblieb, wird sich mit einem stark veränderten Kader präsentieren, Geschäftsführer Manfred Paula hat viel Arbeit vor sich. Die Landespokal-Niederlage in Würzburg am Samstag dürfte selbst dem Letzten im Verein die Augen geöffnet haben.
Frist bis zum 3. Juni?
Hinzu kommt ein Medienbericht über einen nicht unerheblichen Liquiditätsnachweis, den die Löwen erbringen müssen. Laut Bild ist dem DFB bis zum 3. Juni eine Summe von 2,7 Millionen Euro nachzuweisen, um die Lizenz für die 3. Liga zu erhalten.
Derartige Fehlbeträge hat Investor Hasan Ismaik in der Vergangenheit stets ausgeglichen. Doch nach dem gescheiterten Verkauf seiner Anteile im vergangenen Sommer scheint keinesfalls sicher, dass der Jordanier das auch diesmal tun wird.
Dem Bericht zufolge soll 1860 offenbar andere Möglichkeiten prüfen, um die geforderte Liquidität nachzuweisen, im Gespräch sollen zusätzliche Investoren - Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger hatte ein Interesse kürzlich bestätigt - oder externe Kredite sein. Einen möglichen Anteilsverkauf müssten die Mitglieder der Löwen durchwinken. Bei neuen Darlehen müsste Ismaik zustimmen. Die Gefahr weiterer Kredite ist naturgemäß, da sich der Eigenkapital-Anteil verschlechtern würde. Was wiederum dem DFB nicht schmecken wird.
Auf 1860 München kommen also brisante Wochen zu - wieder einmal in der Geschichte des Traditionsvereins.