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Nach Querelen: Manchester United wirft Trainer Amorim raus

kicker

Vor etwas mehr als einem Jahr hatte Manchester United elf Millionen Euro Ablöse bezahlt, um Ruben Amorim von Sporting Lissabon loszueisen. Am Montag nun ist der Trainer beim englischen Rekordmeister schon wieder Geschichte. Wie die Red Devils am Tag nach dem enttäuschenden 1:1-Remis gegen Leeds United offiziell bekannt gaben, wurde der 40 Jahre alte Portugiese von seinen Aufgaben entbunden. Das ist auch die Folge von atmosphärischen Störungen, die Amorim in den vergangenen Tagen zunehmend offensiv nach außen getragen hatte.

"Ruben Amorim hat seine Position als Cheftrainer von Manchester United niedergelegt", teilte der Klub in einem kurzen Statement mit. "Da Manchester United derzeit auf dem sechsten Platz der Premier League steht, hat die Vereinsführung widerwillig entschieden, dass es an der Zeit ist, eine Veränderung vorzunehmen. Dies gibt der Mannschaft die besten Chancen auf eine möglichst hohe Platzierung in der Premier League. Der Verein dankt Ruben für seinen Beitrag und wünscht ihm alles Gute für die Zukunft."

Fletcher übernimmt vorerst

Bereits am Mittwoch (21.15 Uhr, LIVE! bei kicker) ist ManUnited beim Tabellenvorletzten FC Burnley wieder gefordert. Dann wird nach Klubangaben Ex-Profi Darren Fletcher, der derzeit Trainer der U 18 ist, die Mannschaft betreuen. Unter Amorim gelang zuletzt nur ein Sieg aus fünf Spielen.

Der Nachfolger von Erik ten Hag hatte im November 2024 übernommen und einen Vertrag bis 2027 mit der Option auf eine weitere Saison unterschrieben. Medienberichten zufolge steht ihm das restliche Gehalt voll zu, was ihn nicht nur angesichts der Ablösesumme zu einem teuren Missverständnis machen würde. Seine erste Saison hatte United als Tabellen-15. mit nur 42 Punkten beendet und damit so schlecht wie seit der Abstiegssaison 1973/74 nicht. Zwar schafften es Bruno Fernandes & Co. ins Europa-League-Finale, verloren dieses aber gegen Tottenham und verpassten damit auch die Qualifikation für Europa.

Amorim wollte plötzlich "Manager", nicht nur "Trainer" sein

"Ich werde nicht hinwerfen", hatte Amorim noch am Sonntag versichert. "Ich werde meinen Job machen, bis ein anderer Typ kommt und mich ersetzt." Das passiert nun doch schneller als erwartet, nachdem zuletzt interne Querelen öffentlich geworden waren. "Ich wollte nur sagen, dass ich hierhergekommen bin, um Manager von Manchester United zu sein, nicht Trainer", hatte Amorim nach dem Leeds-Spiel weiter Öl ins Feuer gegossen. Offenbar gab es Unstimmigkeiten hinsichtlich der Transferpolitik.

Als "Manager" bezeichnete United Amorim auch am Montag nicht. Wie bei seiner Verpflichtung lautete sein Titel "Head Coach" - anders als bei seinen Vorgängern ten Hag und Ole Gunnar Solskjaer, die als "Manager" firmierten.