Die Schweizer Nationalmannschaft geniesst im Ausland immer grösser werdenden Respekt. Vor allem Dietmar Hamann traut den Eidgenossen bei kommenden Aufgaben einiges zu. Für die Nati sei die K.-o.-Phase absolut in Reichweite, der Achtelfinal-Einzug sei der Mannschaft von Murat Yakin ohne Weiteres zuzutrauen. Die Schweiz besitze mittlerweile eine reife Turniermannschaft, die vor keinem grossen Gegner erzittern müsse, so Hamann bei 20 Minuten.
Ein wesentlicher Grund für Hamanns Optimismus ist die hohe individuelle Qualität im Kader. Ein Akteur sticht für den Champions-League-Sieger von 2005 dabei besonders heraus. "Ein toller Spieler. Der nimmt mit 20 Jahren schon grossen Einfluss auf das Spiel der Freiburger. Er ist ein Grund, weshalb sie im Final sind", sagt Hamann über Johan Manzambi, der mit dem SC Freiburg im Final der Europa League steht.
Geduld könnte auch ein Schlüssel zum Erfolg sein
Der Deutsche sieht den Schweizer Mittelfeldspieler "demnächst" bei einem Topverein, mahnt aber zur Geduld: "Wenn sie den Final gewinnen, spielen sie nächste Saison Champions League. Dann wäre es vielleicht nicht schlecht, wenn er noch ein Jahr bleibt." Die Qualitäten, sowohl fussballerisch als auch mental, prädestinieren ihn aber früher oder später für die europäische Belletage.
Mit dieser Einschätzung untermauert die deutsche Reizfigur, die sonst eher für ihre messerscharfe und oft unbarmherzige Kritik bekannt ist, dass mit der Schweiz auf internationaler Bühne fest zu rechnen ist. Das Fundament steht, die individuelle Klasse ist vorhanden - nun muss die Yakin-Elf die Vorschusslorbeeren auf dem Rasen bestätigen.